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Juni-Zahlen: Licht und Schatten am US-Automarkt

Die Autobauer hoffen auf eine baldige Besserung der Lage auf dem US-Markt.

GM und Chrysler haben die Folgen ihres Überlebenskampfes im Juni heftig zu spüren bekommen. Ford überholte überraschend Toyota. BMW und Daimler bremsten ihre Talfahrt, dagegen stürzten die Porsche-Verkäufe ab.


Datum:
02.07.2009
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Erste Lichtblicke auf dem zuletzt katastrophalen US-Automarkt: Ford hat die Absatztalfahrt im Juni erstmals klar abbremsen können. Dagegen bekamen General Motors (GM) und Chrysler die Folgen ihres Überlebenskampfes heftig zu spüren. Auch der weltgrößte Autobauer Toyota musste überraschend heftige Einbußen hinnehmen. Bei den deutschen Herstellern konnten BMW und Daimler den Rückgang der Verkäufe gegenüber dem Mai zumindest etwas verlangsamen. Das geht aus den am Mittwoch veröffentlichen Absatzzahlen der Autobauer hervor. Insgesamt schrumpfte der Markt im Jahresvergleich um 28 Prozent auf 860.000 verkaufte Neuwagen, wie der Marktforscher Autodata laut US-Medien errechnete. Experten rechnen für dieses Jahr mit rund zehn Millionen in den USA verkauften Autos. 2008 waren es noch mehr als 13 Millionen Stück. Vertreter der Autobauer bekundeten dennoch Hoffnung auf eine baldige Besserung der Lage. Der Wendepunkt scheine nahe zu sein, sagte Ford-Chefanalyst George Pipas. Auch Toyota-Manager Bob Carter betonte, die Talsohle sei aus Sicht des japanischen Herstellers erreicht. Der mitten im Insolvenzverfahren steckende GM-Konzern verkaufte im Juni fast 34 Prozent weniger Autos als ein Jahr zuvor. Insgesamt waren es 176.571 Stück. Im gesamten ersten Halbjahr brach der Absatz der bisherigen Opel-Mutter um 41 Prozent ein. Der zweitgrößte amerikanische Autobauer Ford profitierte dagegen von der Not der US-Rivalen. Der Juni-Absatz fiel lediglich um knapp elf Prozent auf 155.195 Fahrzeuge – der geringste Rückgang seit weit über einem Jahr. Im Mai war das Minus mehr als doppelt so hoch. In den ersten sechs Monaten brachen die Verkäufe um ein Drittel ein. Ford wieder auf Platz zwei Ford schob sich damit in den USA überraschend wieder vor Toyota. Die Japaner erlebten einen unerwartet düsteren Juni mit einem Minus von fast 35 Prozent auf 131.654 verkaufte Fahrzeuge, seit Januar ging es damit um fast 38 Prozent nach unten. Chrysler stürzte im vergangenen Monat sogar um 42 Prozent auf 68.297 Wagen ab. Im Halbjahr lag der Einbruch bei 46 Prozent. Der kleinste der drei US-Anbieter hatte erst Mitte Juni mit dem Einstieg des italienischen Fiat-Konzerns sein Insolvenzverfahren verlassen.

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