Kanzleramt: Keine Einigung bei Opel-Spitzentreffen

28.05.2009 11:01 Uhr
Bund, Länder sowie potenzielle Investoren und Vertreter der US-Regierung erzielten beim Spitzentreffen im Berliner Kanzleramt keine Einigung.
© Foto: Michael Kappeler/ ddp

Bund, Länder sowie potenzielle Investoren und Vertreter der US-Regierung haben sich Mittwochnacht weder auf eine Brückenfinanzierung noch auf ein Treuhandmodell für Opel verständigen können. Eine Lösung wird nun für Freitag angestrebt.

Die 26.000 Opel-Beschäftigten in Deutschland müssen weiter bangen: Bund, Länder sowie potenzielle Investoren und Vertreter der US-Regierung haben sich bei einem Spitzentreffen im Berliner Kanzleramt weder auf eine staatliche Brückenfinanzierung noch auf ein Treuhandmodell für Opel verständigen können. Eine Lösung wird nun für diesen Freitag angestrebt. Vertreter von Bundesregierung und Länder übten am Donnerstagmorgen nach den gut achteinhalbstündigen Verhandlungen scharfe Kritik an der Verhandlungsführung der US-Regierung. Die Amerikaner hätten gleich zu Beginn der Gespräche neue Forderungen gestellt. Das Bieterrennen um Opel entscheidet sich nun nur noch zwischen Fiat und Magna. Der US-Finanzinvestor Ripplewood ist nicht mehr im Spiel. Auch ein chinesisches Unternehmen hatte zuletzt Interesse gezeigt. Der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) meldete den Angaben zufolge einen zusätzlichen Liquiditätsbedarf für Opel von 300 Millionen Euro an. Bisher war von einem Überbrückungskredit von Bund, Ländern und Banken von 1,5 Milliarden Euro die Rede. Auch die potenziellen Investoren müssten nacharbeiten, hieß es nach dem Treffen, an dem auch die Konzernchefs vom italienischen Fiat-Konzern und dem kanadisch-österreichischen Zulieferer Magna teilnahmen. Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) kritisierte, dass Berlin mit neuen Zahlen und Überraschungen konfrontiert worden sei. Es seien weitere Forderungen an das US-Finanzministerium gestellt worden. Bis Freitag würden Antworten erwartet. Eine Opel- Insolvenz stehe weiter im Raum für den Fall, dass Sicherheiten fehlten. Das Ausfallrisiko der Finanzhilfe müsse gering bleiben. Guttenberg wundert sich Gelegentlich habe man sich über die Verhandlungsführung «des einen oder anderen Gastes» gewundert, sagte Guttenberg. "Wir dürfen schon feststellen, dass die Treasury (US-Finanzministerium) sich auch noch etwas mehr Mühe hätte geben können, was die Auswahl ihrer Vertreter anbelangt", sagte ein sichtlich verärgerter Wirtschaftsminister.

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KOMMENTARE

foeckel

28.05.2009 - 20:21 Uhr

Ja, man muss sich hier in Deutschland darauf einstellen, dass die Amis 10x chemisch gereinigt sind.


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