Nachdem die Verhandlungen mit Mercedes-Benz über eine gemeinsame Entwicklung von Antrieben ins Stocken geraten sind, forciert BMW einem Zeitungsbericht zufolge die Suche nach neuen Partnern. Wie die "Financial Times Deutschland" (Donnerstag) aus Konzernkreisen erfuhr, führt der Münchner Autobauer derzeit auch Gespräche mit General Motors (GM) und Fiat über Kooperationen in den Bereichen Motoren und Getrieben. Die Unternehmen wollten dies auf Anfrage nicht kommentieren. Laut Zeitung erwägt BMW, Teile seiner Kernkompetenz an Wettbewerber zu verkaufen, um die Kosten weiter zu senken und den Umsatz anzukurbeln. Wegen seiner Größe wäre vor allem der US-Konzern GM interessant. "GM will sich bei Autokäufern nicht über eigene Motoren und Getriebe differenzieren. Mit BMW-Motoren hätte GM hochwertige Aggregate. Das macht Sinn, vor allem bei großen Vier- und Sechszylindern", wird Christoph Stürmer, Analyst von Global Insight, zitiert. Bei Fiat sehe er nur ein Interesse etwa bei Maserati oder Alfa Romeo. BMW und Mercedes hatten erwogen, für die A- und B-Klasse sowie den 1er eine gemeinsame Plattform zu entwickeln. Wegen der "engen Vernetzung von vielen Themen und Prinzipien in den Modellreihen" nahm aber Daimler-Chef Dieter Zetsche wieder Abstand von den Plänen (wir berichteten). Nach "FTD"-Informationen verhandeln die Premium-Rivalen aber weiter über eine Kooperation bei Antrieben und anderen Komponenten. BMW arbeitet bei kleinen Motoren bereits mit dem französischen Autobauer Peugeot zusammen. (rp)
Kooperationen: BMW intensiviert Partnersuche
Der Münchner Autobauer will sein Kostensenkungsprogramm weiter vorantreiben. Einem Zeitungsbericht zufolge verhandeln die Münchner jetzt auch mit General Motors und Fiat über Kooperationen bei Motoren und Getrieben.