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Magna: Opel-Kredite sind "sehr teuer"

Magna-CEO Wolf: Sparpotenziale an allen Opel-Standorten,
© Foto: Hannes Brachat

Wegen zweistelliger Zinssätze will der ptenzielle Investor bei der Übernahme der Rüsselsheimer "so wenig wie möglich öffentliche Gelder" in Anspruch nehmen. Magna-CEO Siegfried Wolf sieht an allen deutschen Standorten Einsparpotenzial.


Datum:
01.07.2009
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Der mögliche Opel-Investor Magna will "so wenig wie möglich" öffentliche Mittel für die Übernahme des Rüsselsheimer Autobauer in Anspruch nehmen. "Das Geld, das zur Verfügung gestellt wird, ist sehr teuer. Wir sprechen hier von zweistelligen Zinssätzen", sagte Magna-CEO Siegfried Wolf am Dienstag auf dem Branchentag des "automotive thüringen e.V." in Erfurt. Ohnehin sei das Geld nur geborgt und müsse zurückgezahlt werden. Bisher wurde Opel vom Bund ein öffentlicher Brückenkredit von 1,5 Milliarden Euro zugesagt, mit dem der Autobauer sein Geschäft bis zur angestrebten Übernahme durch einen Investor weiterführen kann. Sollten die Verhandlungen mit Magna scheitern, droht der deutschen Politik eine herber Image-Verlust – und der Steuerzahler könnte auf den Kosten sitzen bleiben. Wolf hat an allen deutschen Opel-Standorten Sparpotenziale ausgemacht. "Die beste Garantie für Arbeitsplätze ist die, wenn Mitarbeiter und Management die richtigen Entscheidungen treffen. Das gehen wir mit Hausverstand und klarer Strategie an", so der Manager. Ziel sei es, aus Opel ein Unternehmen zu machen, das mit seinen Partnern für Wachstum und Innovation stehe. Vertragsunterzeichnung Mitte Juli Wie berichtet, drängte Wolf auf eine schnelle Einigung mit der bisherigen Opel-Mutter General Motors (GM): "Am 15. Juli wollen wir zum Abschluss kommen und den Vertrag unterzeichnen. Wir sind auf einem guten Weg." Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) sagte auf der Veranstaltung: "Ob es der 15. Juli sein wird, sei dahingestellt, aber bis Ende Juli bin ich guter Dinge, dass die letzten offenen Fragen geklärt sind." Der österreichisch-kanadische Autozulieferer Magna gilt als Favorit im Bieterrennen um Opel. Die finale Entscheidung liegt bei GM. Wie zu hören ist, werden der Finanzinvestor Rippleword und der chinesische Hersteller BAIC (Beijing Automotive Industry Corp.) vorgeschoben, um die Verhandlungsposition des US-Autobauers gegenüber Magna zu stärken.

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