Medienberichte: Toyota verabschiedet sich von Absatzziel für 2009

11.12.2008 09:03 Uhr
Medienberichten zufolge wird Toyota 2009 wohl nur noch rund 8,5 Millionen Autos verkaufen können.
© Foto: Toyota/AHO-Montage

Wegen der wirtschaftlichen Abkühlung muss der größte japanische Autobauer seine Verkaufsprognose für das kommende Jahr voraussichtlich um mehr als eine Million Autos senken.

Toyota muss laut Medienberichten wegen der Branchenkrise die Absatz-Planung für das kommende Jahr um mehr als eine Million Autos senken. Der größte japanische Autobauer und aktuelle Weltmarktführer rechne nur noch mit einem Absatz von voraussichtlich weniger als 8,5 Millionen Fahrzeugen, berichteten japanische Medien am Donnerstag unter Berufung auf informierte Quellen. Im August hatte der erfolgsverwöhnte Branchenprimus, zu dem auch Daihatsu und Hino Motors gehören, einen Absatz von 9,7 Millionen Autos angepeilt. Dass der Branchenprimus dieses Ziel im kommenden Jahr kaum einhalten kann, zeichnete sich für Beobachter schon ab, als Toyota im November die Prognose für das laufende Jahr auf 8,2 (zuvor 8,7) Millionen Autos senkte. Toyota war in den vergangenen Jahren stetig expandiert. Im August 2007 hatte Toyota für 2009 noch ein Absatzziel von 10,4 Millionen Autos ausgegeben, womit das Unternehmen der erste Autokonzern der Welt geworden wäre, der in einem Jahr mehr als zehn Million Autos verkauft. Doch die Weltwirtschaftskrise machte auch vor dem Branchenprimus nicht Halt. Der Konzern leidet wie der Großteil seiner Konkurrenten unter dem Absatzrückgang vor allem auf dem US-Markt. So kündigte Toyota kürzlich an, die Produktion in Nordamerika und Japan zu drosseln. Tausenden Managern wird zudem der Winter-Bonus um rund zehn Prozent gekürzt. In Japan waren die Verkäufe in der Autobranche im Vormonat um 27 Prozent eingebrochen und lagen damit auf dem niedrigsten November-Niveau seit 39 Jahren. Tausende Zeitarbeiter verloren bereits ihre Jobs. Anfang November hatte Toyota seine Jahresprognose zusammengestrichen und rechnet nun mit einem Gewinnrückgang von 68 Prozent (wir berichteten). (dpa)

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