"Meilenstein": Baubeginn für erstes US-Werk von VW

14.05.2009 13:07 Uhr
Für VW ist das neue Werk in Chattanooga ein zentraler Baustein der US-Strategie.
© Foto: VW

Mit der neuen Fabrik in Chattanooga verbinden die Wolfsburger große Hoffnungen im siechenden US-Markt. Zusammen mit Audi will der Konzern dort bis 2018 jährlich eine Million Fahrzeuge absetzen.

VW beginnt mit dem Bau seiner ersten Fabrik in den USA. In Chattanooga im US-Bundesstaates Tennessee sollen ab 2011 jährlich 150.000 Autos vom Band laufen. Am Donnerstagabend sollte die Errichtung der ersten Wand mit Gästen gefeiert werden. VW setzt ungeachtet der Wirtschaftskrise und des rapide sinkenden Autoabsatzes in den USA große Hoffnungen in die neue Fertigungsstätte, die ein zentraler Baustein für die neue US-Offensive des Wolfsburger Autobauers ist. Es ist das 62. Werk im Fertigungsverbund des Konzerns mit neun Marken. VW-Chef Martin Winterkorn hatte erst kürzlich die ehrgeizigen Wachstumsziele für den US-Markt bekräftigt: VW will bis 2018 dort jährlich 800.000 Fahrzeuge verkaufen, von der Tochter Audi sollen noch einmal 200.000 hinzukommen. Damit würde VW seinen Verkauf in den USA verdreifachen. VW-Produktionsvorstand Jochem Heizmann sprach zum Baubeginn von einem "bedeutenden Meilenstein für den Volkswagen Konzern". Das Auto werde immer ein wesentlicher Bestandteil des American Way-of-Life sein. Trotz der aktuellen Situation auf den Weltmärkten gelte: "Der US-Markt wird sich erholen und für diesen Moment ist Volkswagen gerüstet." Mit dem neuen Werk in Chattanooga setze VW ein deutliches Zeichen. Die Vereinigten Staaten seien eine große Autonation. "Wir glauben an eine vielversprechende Zukunft für Volkswagen in diesem Land", betont Heizmann. Milliardeninvestition und Jobaufbau Die Volkswagen Group of America wird für das Werk eine Milliarde Dollar investieren und 2.000 Mitarbeiter beschäftigen. In Chattanooga soll eine neue Mittelklasselimousine gefertigt werden, die speziell für den nordamerikanischen Markt konzipiert wurde. Rund 30 Prozent aller Autos dieses Typs werden künftig mit Dieseltechnologie angetrieben. In den USA lieferte VW 2008 insgesamt 315 000 Fahrzeuge aus, ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 4,5 Prozent. Der größte Teil – 223.000 Einheiten – waren Pkw der Marke Volkswagen, 88.000 waren Audi. Beim Absatz erwartet VW im laufenden Jahr in den USA angesichts der steilen Talfahrt des Marktes einen erneuten Rückgang. (dpa)

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KOMMENTARE

HP Wehner

16.05.2009 - 11:35 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren, woher haben Sie denn Ihre Informationen? Volkswagen hatte schon mal eine Fabrik in den USA. 1978 wurde das Werk in Westmoreland, Pennsylvania errichtet. Das Werk wurde 1987 wieder geschlossen.


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