Millionengehalt: Ford-Chef verdiente 2007 prächtig

07.04.2008 09:39 Uhr
Alan Mullaly will ab 2009 mit Ford wieder schwarze Zahlen schreiben.
© Foto: Ford

Dank Boni, Aktien und Optionen hat Alan Mulally im vergangenen Jahr mehr als 20 Millionen Dollar verdient. Die Automobilarbeiter-Gewerkschafft verurteilte die Vergütung als überhöht und ungerechtfertigt.

Ford-Chef Alan Mulally ist im vergangenen Jahr ungeachtet eines erneuten Milliardenverlusts mit knapp 21,7 Millionen Dollar vergütet worden. Das geht aus Unterlagen des zweitgrößten US-Autokonzerns hervor, die am Freitag bei der amerikanischen Börsenaufsicht SEC veröffentlicht wurden. Zu Mulallys Grundgehalt von zwei Millionen Dollar kam demnach ein Bonus von vier Millionen hinzu sowie Aktien und Optionen im Wert von rund 11,2 Millionen Dollar. Das Paket schließt auch gut 750.000 Dollar für Flüge des Konzernchefs ein. Der Chef der Automobilarbeiter-Gewerkschafft UAW, Ron Gettelfinger, verurteilte die Vergütung als überhöht und ungerechtfertigt. Die Gewerkschaft hatte im vergangenen Jahr angesichts der Milliardenverluste des Konzerns erheblichen Abschlägen zugestimmt. "Wir haben keine Opfer erbracht, damit das Management Freiraum für mehr Einkommen hat", kritisierte der Gewerkschaftschef. Ford verbuchte im vergangenen Jahr einen Verlust von 2,7 Milliarden Dollar. Im Jahr 2006 mit dem Rekordverlust von 12,6 Milliarden Dollar war Mulally für nur wenige Monate im Amt mit knapp 28,2 Millionen Dollar vergütet worden. Davon entfielen 18,5 Millionen auf einen Bonus, mit dem er für entgangenes Einkommen bei seinem früheren Arbeiteber Boeing entschädigt werden sollte. Schwarze Zahlen ab 2009 Allerdings sehen die Ford-Verluste 2007 verglichen mit dem Rekordminus von 39 Milliarden Dollar bei der amerikanischen Nummer eins General Motors noch moderat aus. Ford gilt bei vielen Experten als aussichtsreichster Kandidat für eine erfolgreiche Sanierung. Mulally verspricht schwarze Zahlen von 2009 an. Erst vor kurzem nannte Ford auch sechs mögliche Kandidaten für die Mulally-Nachfolge aus den eigenen Reihen. Allerdings läuft der Vertrag des 63-Jährigen erst 2011 aus mit der Option auf eine Verlängerung um ein weiteres Jahr. (dpa)

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