Chrysler und Nissan haben sich in einer gegenseitigen Partnerschaft verbündet. Nissan wird von 2010 an in Japan einen Kleinwagen für den US-Autobauer bauen. Chrysler wiederum beginnt ein Jahr später in Mexiko mit der Produktion eines großen Pick-ups für die Japaner. Das teilten die beiden Unternehmen am Montagabend mit. Es gehe um eine reine Produktionspartnerschaft, eine gegenseitige Beteiligung sei damit nicht verbunden, hieß es. Beide Hersteller wollen sich dabei jeweils auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren und die Fertigungskapazitäten besser auslasten. Chrysler will mit dem Kleinwagen, der u.a. in Nordamerika und Europa eingeführt werden soll, auf dem Heimatmarkt punkten. Dort waren zuletzt wegen der stark gestiegenen Kraftstoffpreise spritdurstige Geländewagen und Pick-ups, die der amerikanischen Autobranche einst den Löwenanteil ihrer Gewinne bescherten, bei den Kunden in Ungnade gefallen. Nissan dürfte seinerseits vom jahrzehntelangen Chrysler-Know-how bei großen Fahrzeugen profitieren. Die Japaner waren mit eigenen Pick-ups und Geländewagen in den USA bisher nur mäßig erfolgreich. Auch hat der Chef von Nissan und Renault, Carlos Ghosn, jetzt endlich einen US-Partner gefunden, nachdem beim vorangegangenen Anlauf Gespräche mit Branchenführer General Motors ergebnislos verlaufen waren. Die Hersteller hatten erst im Januar vereinbart, dass Nissan ein Kompaktmodell auf Basis der Versa/Tiida-Limousine für Chrysler baut (wir berichteten). Das Fahrzeug soll im kommenden Jahr in Südamerika vertrieben werden. OEM-Lieferungen (u.a. Getriebe) zwischen den beiden Unternehmen bestehen bereits seit 2004. (rp/dpa)
Neue Modelle: Chrysler und Nissan vertiefen Partnerschaft
Der amerikanische und japanische Hersteller werden sich ab 2010 gegenseitig mit neuen Fahrzeugen beliefern. Chrysler baut einen Pick-up, Nissan produziert im Gegenzug einen Kleinwagen. Dieser soll auch nach Europa kommen.