Neue Runde im Übernahmegerangel von VW und Porsche: Nach den jüngsten Streitereien wollen die Familien Piëch und Porsche nun wieder das Kriegsbeil begraben. In einer knappen Mitteilung hieß es am Dienstagabend in Stuttgart und Wolfsburg, die Aufsichtsratsvorsitzenden von VW und Porsche, Ferdinand Piëch und Wolfgang Porsche, "bestätigen, dass das Ziel des integrierten Automobilkonzerns weiter verfolgt wird". Dieses Ziel würden beide Häuser "konstruktiv und einvernehmlich mit allen Beteiligten vorantreiben". In Volkswagen-Konzernkreisen hieß es, Porsche und Piëch hätten sich zusammengesetzt, um eine Klärung des Streits herbeizuführen. So gehe es nicht weiter. Unklar ist demnach aber noch, wann genau die Verhandlungen zwischen Porsche und VW über die Schaffung eines integrierten Konzerns wieder aufgenommen würden. Nach dem Gespräch zwischen Porsche und Piëch seien aber nun die Voraussetzungen dafür geschaffen worden. Ein Porsche-Sprecher sagte: "Die Vorgehensweise wird kurzfristig auf Vorstandsebene geklärt, damit alle Beteiligten konstruktiv und zielgerichtet arbeiten können." Der VW-Betriebsratsvorsitzende Bernd Osterloh reagierte reserviert. "Den Weg eines integrierten Automobilkonzerns kann man ja verfolgen. Aber nur, wenn es in den Gesprächen Transparenz gibt und die Familie deutlich sagt, was sie will und was sie nicht will", sagte er. Vorher werde es mit den Arbeitnehmervertretern von Volkswagen keine Gespräche geben. Porsche hat sich bei der Übernahme von VW verhoben. Den Sportwagenbauer drücken neun Milliarden Euro Schulden. Derzeit hält Porsche knapp 51 Prozent an VW. Anfang Mai hatten sich die Familien Porsche und Piëch darauf verständigt, dass Porsche und VW in einem integrierten Autokonzern zusammengeführt werden sollen. Nach ersten Gesprächen aber hatte VW weitere Verhandlungen auf Eis gelegt. Die Wolfsburger warfen Porsche vor, nicht mit offenen Karten zu spielen und kein klares Bild über die tatsächliche Lage abzugeben. (dpa)
Neue Runde: Porsche und Piëch demonstrieren Einigkeit
Nach den jüngsten Streitereien wollen die Eigentümerfamilien nun wieder das Kriegsbeil begraben und das Ziel eines integrierten Automobilkonzerns Porsche/VW weiter verfolgen. Der VW-Betriebsrat ist skeptisch.