General Motors (GM) hat in den ersten neun Monaten 2008 in Europa weniger Autos als im Vorjahr verkauft. Vor allem die Hauptmarke Opel und die schwedische Schwestermarke Saab schwächelten. Der GM-Absatz sank zwischen Januar und September gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,9 Prozent auf 1,62 Millionen Fahrzeuge, teilte der Autobauer am Donnerstag in Zürich mit. Das Wachstum in Osteuropa habe die Einbrüche auf den westeuropäischen Märkten nicht ausgleichen können. Der Marktanteil sank von 9,5 auf 9,3 Prozent. Grund für den Rückgang seien die weltweite Finanzkrise, die Kreditklemme und die hohe Inflation, sagte GM-Europa-Chef Carl-Peter Forster laut Mitteilung. "Wir werden mit einer unvorhergesehenen Mischung aus wirtschaftlichen Herausforderungen infolge der weltweiten Finanzkrise konfrontiert" GM werde seine Produktion und Kosten anpassen. Opel hatte vor wenigen Tagen einen Produktionsstopp in nahezu allen europäischen Werken bekannt gegeben (wir berichteten). Die GM-Marke Opel (inklusive Vauxhall), die den größten Teil des Europageschäfts ausmacht, brachte in den ersten neun Monaten mit 1,17 Millionen Wagen 6,1 Prozent weniger Fahrzeuge an die Kunden als vor einem Jahr. Einen Absatzeinbruch von 16,7 Prozent verzeichnete die schwedische Tochter Saab. Deutlich zulegen konnte dagegen die Kleinwagenmarke Chevrolet mit plus 16,8 Prozent auf den Rekordwert von 385.653 Autos. Vor allem in Russland baute Chevrolet sein Geschäft aus. (dpa)
Neun-Monats-Bilanz: GM mit Absatzeinbußen in Europa
Der amerikanische Autokonzern lieferte zwischen Januar und September mit 1,62 Millionen Einheiten knapp zwei Prozent weniger Autos aus als im Vorjahreszeitraum. Die wichtigste Marke Opel verlor über sechs Prozent.