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Neustart: Opel-Betriebsrat fordert Mitspracherecht

Der Opel-Betriebsrat sieht bei den Konzepten der beiden Investoren noch Verhandlungsbedarf.
© Foto: ddp-Archiv, Sebastian Willnow

Ohne Beteiligung an Entscheidungen wollen die Arbeitnehmervertretungen nichts in das neue Unternehmen einbringen - unabhängig davon, für welchen Investor sich der einstige Mutterkonzern General Motors entscheide.


Datum:
27.07.2009
5 Kommentare

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Der Opel-Betriebsrat hat seine Unterstützung für einen Neustart des Autobauers von Mitspracherechten der Belegschaft abhängig gemacht. Es sei nicht zu akzeptieren, dass die Beschäftigten nach den Vorstellungen der Investoren binnen fünf Jahren bis zu 1,5 Milliarden Euro in das neue Unternehmen einbringen sollten, von den Entscheidungsprozessen aber ausgeschlossen seien, teilten der Konzern- und Gesamtbetriebsrat und die IG Metall am Montag nach einer Sondersitzung mit. "Kein Investor plant bisher, soviel in das neue Unternehmen einzubringen." Ohne Beteiligung an Entscheidungen würden die Arbeitnehmervertretungen daher nichts in das neue Unternehmen einbringen - unabhängig davon, für welchen Investor sich der einstige Mutterkonzern General Motors (GM) entscheide. In einem Forderungskatalog verlangen Betriebsrat und Gewerkschaft unter anderem den Zugang der Marke Opel zu allen wichtigen Weltmärkten und den Verzicht auf Werksschließungen. "Bisher ist festzustellen, dass zwar von jedem Investor und von GM erhebliche Forderungen an die Beschäftigten und Arbeitnehmervertretungen gestellt werden, sie aber nicht in den Entscheidungsprozess aktiv eingebunden sind", heißt es in der Erklärung. Bisher seien den Arbeitnehmervertretungen nicht einmal offiziell die Konzepte der Investoren vorgelegt worden. Sowohl der kanadisch-österreichische Zulieferer Magna als auch der belgische Finanzinvestor RHJ International planen, die Opel- Belegschaft mit zehn Prozent an dem neuen Unternehmen zu beteiligen (wir berichteten). Im Gegenzug verlangen die Bieter von den Opel-Mitarbeitern Einschnitte in Milliardenhöhe etwa beim Urlaubs- und Weihnachtsgeld oder auch bei den Löhnen.

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KOMMENTARE


Lexusfahrer

28.07.2009 - 08:34 Uhr

Warum lässt man denn diesen Hersteller nicht endlich untergehen? Sollen die Mitarbeiter den Hersteller selber kaufen. Wenn sie das nicht können, sollten sie sich auf das beschränken und konzentrieren was sie können! Arbeiten. Die waren alle noch nicht richtig Arbeitslos. Wird langsam Zeit.


Autoschlumpf

28.07.2009 - 10:00 Uhr

@ Lexusfahrer - eine eher de- als konstruktive Meinung... Zwar stimme ich damit überein, dass der Hersteller eher sich selbst überlassen werden sollte, als ihn auf Kosten des Steuerzahlers künstlich am Leben zu erhalten, aber so radikal das Schicksal der Arbeitslosigkeit ZU FORDERN, empfinde ich schon als dekadent. Eine geordnete Insolvenz wäre der richtige Weg, so rettet man das Unternehmen als solches, einen Großteil der Arbeitsplätze und erspart dem Steuerzahler - also uns - das Verbrennen von Geld und unseren Nachkommen einen zusätzlichen Schuldenbatzen.


Lexusfahrer

28.07.2009 - 13:13 Uhr

Andersrum auch! Es werden neue Investoren kommen. Und wenn sie auch nur an den Fabrikationsanlagen interessiert sind. Auch die werden Personal brauchen. Vielleicht nicht so viele, aber doch genug um dieses Spiel für den Steuerzahler in erträgliche Formen zu holen. Was mich stört sind diese großen Worte und Parolen! Die sollten derzeit richtig dankbar sein, dass dieser Staat sie so hoch anpreist. Aber nein, die verklagen sogar den "Rest" weil er kein Urlaubsgeld bezahlt. Ich denke nicht, dass einer von denen noch ein Recht hat Forderungen zu stellen.


Autoschlumpf

28.07.2009 - 16:26 Uhr

Das stimmt: Die Fabrikationsanlage haben sicherlich ihren Wert und können von einem neuen Investor übernommen werden - die Geschichte beweist das mit dem Bespiel - na? - genau: Rover! Die Chinesen haben die Anlagen billig gekauft und in China wieder aufgebaut... Toll, oder!


Lexusfahrer

28.07.2009 - 17:19 Uhr

Naja, das ist eben die Wirtschaft. Dieses System ist nicht unbedingt sozial. Warum auch! Wer gut leben will muss nicht darauf bauen, dass der Staat einen rettet, sondern seinen Hintern bewegen! Arbeit macht Erfolgreich nicht nur dumm fordern! Wenn die Dinger verkauft werden, dann werden sie es eben. Wenn es so sein soll, dann hat auf dieser Welt eben niemand Interesse an einem Invest an Opel. Wenn das Interesse nur dadurch entsteht dass der Staat mitblutet, dann kann man es auch lassen. Auf diesem Wege wurden vor Jahren schon Milliarden Steuergelder "verprivatisiert" indem man die VEB´s der ehemaligen DDR vermarktete. Da haben auch clevere Jungs die Subventionen eingesackt und die Menschen stehen lassen. Wir scheinen aus unseren Fehlern auch nicht zu lernen. Aber trotzdem.....was daran legitimiert das Verhalten, oder soll ich besser Fehlverhalten sagen, der Mitarbeiter die Schnut so weit aufzureissen?


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