Nach einem Hoffnungsschimmer im April hat die Autobranche in Europa im Mai einen Rückschlag erlitten. Mit 1,08 Millionen Fahrzeugen seien in den Ländern der EU und EFTA 5,9 Prozent weniger Pkw neu zugelassen worden als im entsprechenden Vorjahresmonat, teilte der Branchenverband ACEA am Dienstag in Brüssel mit. Das ist der niedrigste Stand für einen Mai seit 1993.
In den ersten fünf Monaten 2013 wurden auf dem Kontinent 5,26 Millionen Autos verkauft. Das entspricht einem Rückgang um 6,8 Prozent.
Im Mai schaltete die Mehrzahl der großen Märkte Europas in den Rückwärtsgang: Spanien (minus 2,6 Prozent), Italien (minus acht Prozent), Deutschland (minus 9,9 Prozent) und Frankreich (minus 10,4 Prozent. Deutliche Zuwächse verzeichnete erneut Großbritannien. Dort kamen elf Prozent mehr neue Autos auf die Straßen als vor einem Jahr.
Gegen den Abwärtstrend stemmten sich im vergangenen Monat besonders Mazda (plus 29,8 Prozent) und Dacia (plus 16 Prozent). Auch Jaguar Land Rover und Nissan verbesserten sich. Der Daimler-Konzern hielt das Vorjahresniveau, wobei die Kernmarke Mercedes-Benz um 2,6 Prozent zulegte. Stabil entwickelten sich auch die Ford-Neuzulassungen (minus 0,5 Prozent).
Seat hilft Volkswagen
Zu den Verlierern zählten Opel/Vauxhall (minus 8,4 Prozent) und die BMW-Gruppe (minus 6,6 Prozent). Volkswagen konnte den Rückgang dank eines kräftigen Aufschwungs bei der spanischen Tochter (plus 12,6 Prozent) Seat auf 2,8 Prozent begrenzen. Der Marktanteil des Branchenführers stieg auf 25,4 Prozent. Schlechter als der Markt schnitt VW Pkw ab (minus sieben Prozent). Audi büßte 3,9 Prozent ein.
Kräftig Federn lassen musste die PSA-Gruppe: Die Nummer zwei in Europa verkaufte im Mai 13,3 Prozent weniger. Die Marke Renault verbuchte ein Minus von 17,8 Prozent. Den Fiat-Konzern (minus elf Prozent) zogen Lancia, Alfa Romeo und Jeep nach unten. (rp)
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- Pkw-Neuzulassungen Europa Mai 2013 (62.1 KB, PDF)