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Opel-Bieterstreit: RHJ International bessert Angebot nach

Der Finanzinvestor RHJ International verlangt nun weniger Staatshilfen.
© Foto: Opel/Magna/RHJ International/AHO-Montage

Der Finanzinvestor RHJ International hat im Bieterstreit um Opel sein Angebot überarbeitet. Statt der bisher verlangten 3,8 Milliarden Euro an Staatsgarantien fordert RJHI nun 3,6 Milliarden Euro.


Datum:
07.08.2009
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Im Bieterwettstreit um Opel buhlen sowohl der Zulieferer Magna als auch der Finanzinvestor RHJ International nach wie vor heftig um die Gunst von General Motors (GM). RHJI besserte sein Angebot für Opel nach. Der von der deutschen Politik bevorzugte Bieter Magna wollte am Freitagabend in Detroit mit GM weiter über Opel verhandeln. Der Opel-Betriebsrat forderte ein Spitzengespräch zwischen der Bundesregierung und GM, um die Gespräche voranzubringen. Nach Angaben von GM dauern sowohl die Gespräche mit Magna als auch mit RHJI über Opel an. Verhandlungskreise bestätigte am Freitag einen Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ), wonach der Finanzinvestor sein Angebot nachbesserte und weniger Staatshilfen verlangt, wenn GM ihm die gleichen Lizenzgebühren für die Patentnutzung berechne wie Magna. RHJI wolle dann 3,6 Milliarden Euro statt der bislang geforderten 3,8 Milliarden Euro an Staatsgarantien. Magna plant Staatsgarantien in Höhe von 4,5 Milliarden Euro ein. Der Opel-Betriebsrat erklärte, die Bundesregierung müsse den Druck auf GM verstärken. "Wenn es bei den Gesprächen heute (Freitag) keine Einigung gibt, sollte Bundeskanzlerin Angela Merkel die GM-Spitze einbestellen", sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz auf Anfrage. "GM verfolgt eine Hinhaltetechnik auf dem Rücken der Beschäftigten", klagte Franz und sprach sich erneut klar gegen den Finanzinvestor als Opel-Käufer aus: "Die Manager von RHJI sind Strohmänner für GM, um an staatliche Bürgschaften zu kommen." GM tendiert eher zu RHJI, weil der Finanzinvestor nach Angaben von GM-Verhandlungsführer John Smith "das einfachere Konzept" hat. Das Patt zwischen GM und Magna löse in der Opel- Treuhandgesellschaft Besorgnis aus, schrieb die "FAZ". "Wenn Deutschland und GM sich nicht auf Magna einigen können, dann müssen wir nach Alternativen suchen", sagte ein Mitglied des Treuhandbeirats der Zeitung. Denkbar sei dann auch ein Verkauf an RHJI, obwohl Bund und Länder dies bisher ablehnen. Die für die Sanierung von Opel benötigten Staatskredite müssten dann aus Amerika und anderen europäischen Ländern mit Opel-Standorten kommen - statt wie geplant aus Deutschland.

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