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Opel-Einstieg: Magna erhöht sein Barangebot

Magna ist jetzt bereit im Falle eines Einstiegs bei Opel einen größeren Teil des Risikos zu tragen.
© Foto: Hersteller/Opel/Archiv/AHO-Montage

Der Opel-Interessent hat offenbar sein Barangebot aufgestockt. Der Zulieferer will gemeinsam mit der russischen Sberbank 350 Millionen Euro in die neue Gesellschaft einbringen.


Datum:
28.07.2009
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Im Übernahme-Poker um Opel hat der kanadisch-österreichische Zulieferer Magna nachgelegt. Wie das "Wall Street Journal" am Dienstag in seiner Online-Ausgabe berichtete, hat der Bieter sein Barangebot erhöht. In der Summe wolle Magna im Konsortium mit der russischen Sberbank zwar unverändert 500 Millionen Euro Eigenkapital einbringen. Im Falle eines Zuschlags durch die einstige Opel-Mutter General Motors (GM) und die deutsche Politik sollen nun aber sofort 350 Millionen statt wie bisher geplant nur 100 Millionen Euro in bar in die neue Gesellschaft fließen, zitierte das Blatt Berliner Regierungskreise. Unterdessen hält die Sberbank eine Entscheidung noch in dieser Woche für möglich. "Das kann gut sein, denn alle Verhandlungen sind abgeschlossen. Nun müssen die Eigentümer entscheiden", sagte der Chef des Geldinstituts, German Gref, am Dienstag der Agentur Interfax in St. Petersburg. Bereits zuvor hatte Gref gesagt, er rechne fest mit einem Zuschlag, da andere Bieter in seinen Augen "keine Konkurrenz" seien. Zuletzt hatten sich zwar die Regierungen von Bund und Ländern mit Opel-Standorten sowie der Opel-Betriebsrat für Magna ausgesprochen. Verkäufer ist jedoch GM. Und der US-Konzern bevorzugt bisher das Angebot des Finanzinvestors RHJ International. Den Amerikanern missfällt an dem Konzept von Magna vor allem, dass die Sberbank ihren angestrebten 27,5-Prozent-Anteil an "NewOpel" schon bald wieder verkaufen will - und der Käufer damit Zugriff auf die Opel-Nutzungsrechte für GM-Patente erhalten könnte. Sorge bereitet den Managern in den USA vor allem, dass die Rechte an einen russischen Autokonzern übergehen könnten. Im Gespräch ist der marode Hersteller GAZ, der als Kooperationspartner von Magna und Sberbank sein Werk in Nischni Nowgorod und das Vertriebsnetz in Russland zur Verfügung stellen soll. Das lehnt GM als inakzeptabel ab, wie die Deutsche Presse-Agentur dpa aus Verhandlungskreisen erfuhr. Die Frage ist nach Angaben aus Kreisen vom Dienstag zwar noch nicht geklärt. Über das Thema werde aber weiter verhandelt. Man sei auf einem "guten Weg".

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