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Opel-Übernahme: GM und Magna nähern sich weiter an

Magna kommt einem Einstieg bei Opel offenbar immer näher.
© Foto: Hersteller/Opel/Archiv/AHO-Montage

Laut Insiderkreisen in Österreich sollen ein mögliches GM-Vetorecht sowie der Umgang mit firmeneigenem Know-How geregelt sein. GM dementierte jedoch Spekulationen über eine Entscheidung zugunsten Magnas.


Datum:
06.08.2009
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Die Verhandlungen zwischen GM und dem Interessenten Magna über einen Verkauf von Opel nähern sich nach Angaben von Insiderkreisen in Österreich immer mehr an. Hauptstreitpunkt seien bei den Verhandlungen momentan noch die Patentrechte. GM fürchte, dass durch die Magna-Kooperation mit dem russischen Autobauer Gaz firmeneigenes Know-how an einen Konkurrenten fließen könnte. Magna habe sich unter anderem bereiterklärt, der Opel-Mutter GM ein Vetorecht zuzugestehen, falls ein Opel-Anteil mit Patentrechten an Dritte weiterverkauft werden solle, hieß es am Donnerstag aus Magna-Unternehmenskreisen. GM-Chef Frederick Henderson und Magna-Chef Siegfried Wolf wollen an diesem Freitag in der Detroiter GM-Zentrale über offene Punkte beim angestrebten Opel-Verkauf verhandeln, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Das Blatt berief sich auf Kreise der vier Bundesländer mit Opel-Standorten sowie Magna-Konzernkreise. Beginnen sollten die Verhandlungen am frühen Nachmittag amerikanischer Zeit, hieß es. Die hessische Staatskanzlei bestätigte das geplante Treffen am Donnerstag indirekt: Es sei gut, dass es dieses Treffen an diesem Freitag in Detroit gebe, hieß es. "Das Treffen ist grundsätzlich ein gutes Zeichen für Magna", sagte eine mit den Gesprächen vertraute Person. Ob es zu einem Durchbruch und Zuschlag für Magna komme, sei aber weiter offen. Grund sei eine neue Forderung von GM: Die Amerikaner, die mit 35 Prozent an Opel beteiligt sind, wollten eine Garantie, dass ihr Anteil nicht unter 20 Prozent sinkt. GM dementiert Spekulationen über Entscheidung zugunsten Magnas GM hat unterdessen Spekulationen widersprochen, dass Magna bereits als Investor ausgesucht sei. "Dies ist nicht der Fall", schrieb GM-Verhandlungsführer John Smith in einem Internet-Blog. Die Gespräche mit dem kanadisch-österreichischen Autozulieferer dauerten an. "Mehr wird in den nächsten Wochen mitgeteilt", ergänzte Smith. Einen schnellen Abschluss der Verhandlungen erwarten die Verhandlungspartner nicht. Es habe in dieser Woche konstruktive Gespräche sowohl mit Magna als auch mit dem zweiten Bieter RHJI gegeben. Smith sprach von Fortschritten, allerdings sei es nicht einfach, angesichts der vielen beteiligten Interessengruppen zu einer Entscheidung zu kommen. Das Konzept von RHJI nannte Smith erneut "das einfachere". Mit Magna gebe es noch 30 noch offene Fragen, von denen ein Drittel abgearbeitet wurden. Die ungeklärten Punkte beim Magna-Konzept seien nur schwierig zu lösen. Teilweise sei man auch auf Dinge zurückgekommen, die schon als abgehandelt gegolten hätten. Eine der Schlüsselfragen für GM sei die des geistige Eigentums, schrieb Smith in seinem Blog. "Der Verkauf sollte nicht zu einer Pipeline werden, in der wertvolles geistiges Eigentum mit unbekanntem Ziel verfrachtet wird." Zu den ungelösten Fragen zählte der GM-Verhandlungsführer aber unter anderem auch die Rolle Russlands und die Entwicklungsverantwortung. (dpa)

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