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Personalkosten: BMW will jährlich 100 Millionen Euro sparen

BMW will nach einem Bericht ab 2015 jährlich 100 Millionen Euro an Personalkosten in seinen deutschen Werken einsparen.
© Foto: BMW

Alleine auf Dingolfing entfallen laut Medienbericht 37 Millionen Euro pro Jahr. Das Regensburger Werk solle jährlich 15 Millionen Euro einsparen, und auch in München sind Kürzungen geplant.


Datum:
03.06.2014
8 Kommentare

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Der Autobauer BMW will nach einem Bericht des "Münchner Merkur" ab 2015 jährlich 100 Millionen Euro an Personalkosten in seinen deutschen Werken einsparen. Alleine auf das größte BMW-Werk in Dingolfing entfielen davon 37 Millionen Euro pro Jahr, berichtete die Zeitung (Dienstag) unter Berufung auf Arbeitnehmervertreter. Das Regensburger Werk solle jährlich 15 Millionen Euro einsparen, und das Münchner Werk müsse Arbeitnehmervertretern zufolge seine Personalkosen um einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag reduzieren. 

Im Gespräch seien Einschränkungen bei Sonderleistungen wie etwa bezahlte Erholungs- und Brotzeitpausen, hieß es. Hinter dem Sparprogramm stehe die Frage, welche Werke aus Unternehmenssicht attraktiv genug sind, um bei der Vergabe neuer BMW-Modelle in den kommenden Jahren zum Zuge zu kommen.

Ein Konzernsprecher wollte sich zur genannten Einsparsumme und Details nicht äußern. Es sei aber "ganz normal, dass die Wirtschaftlichkeit eines Standortes bei der Vergabeentscheidung eine Rolle spielt", sagte der Sprecher am Montagabend. Daher werde die Wirtschaftlichkeit auch ständig überprüft. (dpa)

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KOMMENTARE


A. Aslau

03.06.2014 - 10:57 Uhr

Bezahlte Erholungs- und Brotzeitpausen, fürstliche Stundenlöhne für eine Bandarbeit und natürlich mehrere 1000,- Beteiligung jedes Jahr oben drauf - da wird bei Einsparungsversuchen jetzt das Wehklagen losgehen.Klagen auf hohem Niveau - erst recht, wenn man sich die Gehälter von Monteuren, Service- und Annahmemeistern sowie Verkaufsberatern im Vergleich ansieht und was diese an Weiterbildungen und Qualifikationsmassnahmen permanent hinter sich bringen müßen.


Und täglich grüßt das Murmeltier

03.06.2014 - 13:08 Uhr

Wenn Führungskräfte hilflos sind, versuchen sie Personalkosten zu sparen. Klar ist ja meistens auch der Block der am schnellsten und einfachsten zu reduzieren ist. Dumm ist nur , wenn man drei Jahre später viel Geld in die Hand nehmen muss um wieder Personal zu bekommen. Es hat einen Grund warum bestimmte Jobs ( welche weniger Qualifikation erfordern) besser bezahlt werden. Henry Ford wusste schon das eine monotone Arbeit nur durch hohe Motivation der Mitarbeiter qualitativ gut ausgeführt werden kann. Die Motivation bekommt man aber nicht durch befristete Verträge und schlechte Bezahlung.


UE

03.06.2014 - 16:47 Uhr

@A.Aslau: Es gibt in Deutschland etwas, das nennt sich "freie Berufswahl". Herr Aslau, wenn Sie mit sich, Ihren Beruf, Ihrem Umfeld und / oder Ihrem Leben unzufrieden sind, warum ändern Sie nichts daran statt hier den Ober-Neider raushängen zu lassen und solche schon fast schadenfrohen Kommentare zu verfassen? Sie sollten eines bedenken: Wenn alle Gehälter derer, die SIE beneiden auf Ihr Nivau gesenkt sind, sind Sie wieder dran mit einer Einsparung...


Michael Kühn

03.06.2014 - 20:10 Uhr

@ UE; werte Frau oder werter Herr "UE": ich kann diese Phrase "freie Berufswahl" nicht mehr hören oder lesen. Mit derartigen HOHLEN PRASEN können Sie evtl. die GroKo beeindrucken, aber sicher keine Profis aus dem Handel/Vertragswerkstätten usw. ab dem Alter Mitte 40 J aufwärts ! - Deswegen behaupte ich auch, dass der Kommentar von A.Aslau keine Neiddebatte oder Schadenfreude beinhaltet, sondern ausschließlich eine allgem. Feststellung bedeutet ! - Zum "Murmeltier" möchte ich noch sagen: Auch seine Sicht der Dinge halte ich nicht für falsch... - EINE GERECHTE BEZAHLUNG FÜR ALLLLEEEE !!!! - Ich denke, über die derzeitigen Ertragslagen der Vertragshändler/Werkstätten braucht man kein weiteres Wort zu "verlieren". Mit freundlichem Gruß MK, der Mann, der "alles besser weiß"... lächel...


m. kummer

04.06.2014 - 07:17 Uhr

@ UEselten sowas schlaues gelesen *hust*"wählen" kann a.aslau nur zwischen dem, was ihm auch ermöglicht wird. wenn er BMW wählt, dann nehmen die den auch? is klar! wie "das murmeltier" schon sagt, bedarf es nich mal qualifikation. also wie genau "wählt" man denn zum beispiel einen bandjob bei BMW? auf die erklärung bin ich gespannt! nun los. her damit! mich würds bei nem anderen autobauer hier direkt selber interessieren.


Überlebenskampf

04.06.2014 - 09:18 Uhr

@UE: Sagen Sie uns doch mal, mit Ihrer übergroßen Weisheit, wo bei einem Autoverkäufer das doch so "üppige" Gehalt (besser Aufwandsentschädigung) noch gesenkt werden soll? Wir könnten ja mal mit den einigen Sonntagen im Jahr anfangen, an denen wir auf irgendwelchen Dorfausstellungen mit unseren Autos stehen müssen. Ach nein,da stehen die meisten von uns ja sowieso ohne Bezahlung!Aber Sie haben recht das mit der Freien Berufswahl.Aber Herr Aslau hat durchaus auch eine Berechtigung mit seinem Beitrag.


Tim Bremenkamp

04.06.2014 - 10:47 Uhr

A. Aslau beneidet die Bandarbeiter von BMW und die beneiden wahrscheinlich die Lufthansapiloten. Soweit so menschlich. Ohne Neid würden wir wahrscheinlich jetzt noch auf den Bäumen sitzen. Das Problem ist aber nicht, dass ein Arbeitnehmer mehr verdient als der andere. Das Problem - auch volkswirtschaftlich - ist, dass viele zu wenig verdienen, damit auf der anderen Seite 25 % Rendite auf den Einsatz von Kapital bezahlt werden kann. So lange sich die AN gegenseitig nicht das Schwarze unter den Fingernägeln gönnen, kann sich Frau Quandt freuen ... .


K. Wempe

04.06.2014 - 11:57 Uhr

@ UE: Sie überschätzen sie die "freie Berufswahl". Fragen Sie einfach nur den Mann oder die Frau, die Ihr Büro putzt, das Paket aushändigt oder Ihnen im Restaurant das Essen spät abends an den Tisch bringt. Der/Die hat es sich oft genug nicht ausgesucht, warum auch immer. Eine Gesellschaft funkioniert nur, wenn jeder das Seine dazu beiträgt. Wer so schlau war und in der Industrie anheuerte, der profitiert als Stammmitarbeiter natürlich von hohen Organisationsgrad, ist als Mitarbeiter am Band aber hoffnugslos überzahlt im Vergleich zu uns im Handel. Während man bei VW oder Porsche in Richtung 30 Std. Woche geht und dann p. a. auch mal gerne 50k verdient (+ Prämie) geht der Mechatroniker vor Ort für ca. die Hälfte nach Hause und arbeitet zum Teil mehr als 40 Std./Woche. Es kann nun mal nicht jeder bei BMW am Band stehen. Wahrscheinlich ist dieser Sparwille enstanden, nachdem die Negativdiskussion der letzten Jahre über die Leiharbeit und die Werkverträge in Festeinstellungen gemündet sind. Jetzt wollwn die die Kohle wieder haben. Und: Komischerweise wird Neid meistens von denen ins Spiel gebracht die glauben es gäbe Menschen die ihnen etwas neiden. Alles eine Frage der Sichtweise.


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