General Motors (GM) will Schulden seiner insolventen schwedischen Tochter Saab umgehend begleichen und so die Fortsetzung der Produktion sichern. GM-Einkaufschef Bo Andersson kündigte am Montag in einem Interview mit der Stockholm Wirtschafts-Tageszeitung "Dagens Industri" an, dass der selbst um sein Überleben kämpfende Mutterkonzern 1,3 Milliarden Kronen (113 Millionen Euro) an Lieferanten überweisen will. Zu ihnen gehören auch der indische Stahlkonzern Arcelor Mittal und Thyssen Krupp in Deutschland. In der Vorwoche musste Saab die Produktion einen Tag wegen nicht beglichener Schulden beim Zoll unterbrechen (wir berichteten). Der relativ kleine schwedische Autobauer will ebenso wie die deutsche GM-Tochter Opel unabhängig vom bisherigen Mutterkonzern überleben. Nach dem Antrag auf Gläubigerschutz vor anderthalb Wochen soll die Produktion mit 4.100 Beschäftigten für vorerst drei Monate unter Aufsicht eines Insolvenzverwalters weitergeführt werden. Saab stellt auf dem diese Woche beginnenden Autosalon in Genf sein neues Modell 9-3X vor. (dpa)
Produktionssicherung: GM bezahlt Saab-Schulden
Der US-Autokonzern will Schulden seiner insolventen schwedischen Tochter begleichen und so die Fortsetzung der Produktion sichern. So sollen umgehend 113 Millionen Euro an Lieferanten überwiesen werden.