Rohstoffkosten: GME kündigt höhere Preise an

10.07.2008 15:25 Uhr
GME-Chef Forster hat den Export zweier weiterer Modelle in die USA angekündigt.
© Foto: GM

Der US-Konzern wird die gestiegenen Rohstoffpreise an seine Kunden weiterreichen. Das sagte Europa-Chef Carl-Peter Forster in einem Interview. Auf das Absatzminus von Opel im ersten Halbjahr reagierte er gelassen.

Laut Carl-Peter Forster, Chef von General Motors Europe (GME), müssen sich die Autokäufer höhere Fahrzeugpreise einstellen. "Natürlich werden wir die gestiegenen Rohstoffpreise weiterreichen müssen", sagte Forster dem Onlinedienst "Autogazette.de". Das Absatzminus von Opel und der Schwestermarke Vauxhall in Europa im ersten Halbjahr sieht der Manager unterdessen gelassen: "Man darf nicht nur allein auf das Volumen schauen. Es kommt auf die Kombination aus Volumen und Profitabilität an". Gerade bei der Profitabilität habe man deutliche Fortschritte gemacht, woran Opel "ganz entscheidenden Anteil" habe. Forster kündigte zudem den Export weiterer europäischer Modelle in die USA an. "Wir haben zwei Plattformen, die wir in Europa entwickeln: die für Kompakt- und die für Mittelklassewagen. Basierend auf diesen Architekturen werden Fahrzeuge auf den US-Markt kommen." Bislang wird der Opel Astra unter der Marke Saturn in den USA verkauft. Die Konzernmutter GM leidet auf ihrem Heimatmarkt unter den hohen Spritpreisen und einer verfehlten Modellpolitik. Die US-Verbraucher fragen vermehrt sparsame, kleinere Wagen nach. "Unser Vorteil wird unser Wissen sein, wie man effektiv hochwertig kleine Autos mit sparsamen Motoren baut. Das ist eine typische europäische Fähigkeit." Entwarnung bei Saab Meldungen, wonach GM bis auf Cadillac und Chevrolet den Verkauf aller Marken erwägt, bezeichnete Forster als Spekulation. "Dass einzige, was wir gesagt haben, ist, dass wir die Marke Hummer auf den Prüfstand stellen." Für die defizitäre schwedische Marke Saab gab Forster Entwarnung. "Wir haben immer gesagt, dass Saab gut zu uns passt. Zudem wollen wir die Marke weiter entwickeln." Ab dem nächsten Jahr werde es zwei neue Saab-Produkte geben. "Es macht keinen Sinn, eine Marke zu verkaufen, wenn sie auf dem Sprung nach vorne ist", fügte der Manager hinzu. (dpa)

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