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Studie: China und Indien für Autobranche noch wichtiger

Klassische Absatzregionen wie Westeuropa haben als Wachstumsmärkte ausgedient. Russland hat dagegen großes Potenzial.
© Foto: R. B./Pixelio

Nach Meinung der Boston Consulting Group liegt die Zukunft der Autoindustrie in den kommenden fünf Jahren in den Bric-Staaten. Die etablierten Absatzmärkte hätten dagegen als Wachstumsländer ausgedient.


Datum:
25.01.2010
2 Kommentare

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Autohersteller und Zulieferer sollten sich nach einer Studie noch stärker auf die künftigen Wachstumsmärkte der Branche konzentrieren. Das sind in den kommenden fünf Jahren vor allem die Bric-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China. Die etablierten Absatzmärkte haben dagegen als Wachstumsländer ausgedient. "Die Zukunft der Automobilindustrie liegt in den Bric-Staaten", sagt Nikolaus Lang, Geschäftsführer der Boston Consulting Group und Leiter der am Freitag veröffentlichten Studie. Diese Länder würden künftig rund ein Drittel des weltweiten Marktwachstums ausmachen. Damit werde ihr Anteil am gesamten Automobilmarkt von 21 Prozent im Jahr 2007 auf 30 Prozent im Jahr 2014 steigen. Der Studie zufolge haben jedoch erst acht Prozent der befragten Hersteller und Zulieferer ihre Geschäftstätigkeit in allen genannten Ländern nachhaltig verankert. Der wichtigste Markt der Schwellenländer bleibe auch in den nächsten Jahren China, schreibt die Unternehmensberatung. Dabei dürfte die Wachstumsrate von 40 Prozent im Jahr 2009 aber auf rund fünf Prozent bis 2014 sinken. Der russische Markt werde nach Halbierung im vergangenen Jahr voraussichtlich fünf Jahre für seine Erholung brauchen. "Langfristig hat der Markt jedoch großes Potenzial", schätzt Lang. In Indien sieht der Experte eine jährliche Wachstumsrate von neun Prozent, in Brasilien von drei Prozent. Brückenkopf Brasilien Die etablierten Hersteller müssten sich auf eine härtere Konkurrenz lokaler Anbieter einstellen. "Gerade in China und Indien wird der Marktanteil lokaler Produzenten weiter zunehmen. Die europäischen Automobilhersteller müssen daher schon jetzt ihre Position im Markt festigen und nach Möglichkeit sogar ausbauen", rät Lang. In Brasilien fehle dagegen noch eine solche Konkurrenz. Daraus ergäben sich neue Chancen für die europäischen Anbieter. Auch sei Brasilien als Brückenkopf für die übrigen südamerikanischen Staaten interessant. Befragt wurden rund 50 der wichtigen Hersteller und Zulieferer. (dpa)

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KOMMENTARE


Christine Maus

25.01.2010 - 19:17 Uhr

Weiß jemand den genauen Titel der angesprochenen BCG-Studie und wo ich diese komplett lesen kann?


Britta

28.07.2010 - 12:03 Uhr

Könnte "Winning the BRIC Auto Markets" vom 21.01.2010 sein. http://www.bcg.de/impact_expertise/aktuelle_publikationen/archive/results.aspx?page=INDUSTRY%3D2%26FUNCTION%3D%26


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