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Toyota Avensis: Mehr Ausstattung zum gleichen Preis

Laut Toyota sinkt der Preis des Avensis in höheren Ausstattungslinien um bis zu 200 Euro gegenüber dem vergleichbar ausgestatteten Vorgängermodell.
© Foto: Toyota

Wird ein Modell verbessert, heben Autohersteller häufig auch den Preis leicht an. Nicht so beim Facelift des Toyota Avensis.


Datum:
11.03.2015
7 Kommentare

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Ab Mitte Juni steht der überarbeitete Toyota Avensis zum Basispreis von 23.640 Euro (97 kW/132 PS) bei den Händlern. Damit ändert sich nach dem Facelift des Mittelklasse-Modells, das Optik, Motoren sowie Komfort- und Sicherheitsausstattung umfasst, am Preis nichts. Die Kombi-Version "Touring Sports" kostet 1.000 Euro Aufpreis.

Deutlich erkennbar ist die geänderte Frontpartie, die nun an andere Autos der Marke, wie den Auris, erinnert. Als erstes Toyota-Modell hat der Avensis das erweiterte Notbrems-System "Toyota Safety Sense" an Bord. Serienmäßig sind zudem immer Klimaanlage, Audiosystem (Radio/CD/MP3) mit sechs Lautsprechern und Lenkradbedienung, elektrische Fensterheber, elektrische und beheizbare Außenspiegel sowie ein Berganfahrassistent.

Für das Mittelklassemodell, das unter anderem gegen VW Passat oder Mazda6 antritt, sind Benzin- und Dieselmotoren zwischen 82 kW/112 PS und 108 kW/147 PS erhältlich. Laut Toyota sinkt der Preis in höheren Ausstattungslinien um bis zu 200 Euro gegenüber dem vergleichbar ausgestatteten Vorgängermodell. Optional sind Extras wie Voll-LED-Scheinwerfer, Multimedia-Audiosystem mit Smartphone-Einbindung über Mirror Link, Panorama-Glasdach, schlüsselloses Zugangssystem und diverse Assistenzsysteme für das Mittelklassemodell erhältlich. (sp-x)

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KOMMENTARE


A. Huber

12.03.2015 - 09:04 Uhr

Die Überschrift ist ja erstmal schön zu lesen: "Mehr Ausstattung zum gleichen Preis". Sieht man sich allerdings die zuletzt nötigen Absatzförderungszuschüsse seitens Toyota an den Handel an, um das Modell überhaupt in geringen Stückzahlen verkaufen zu können, so ist der abgedruckte Listenpreis wohl nur die halbe Wahrheit. Fährt Toyota nun beim neuen Modell - wie so oft - die Subventionen zurück, so ist im Transaktionspreis sehr wohl eine Preissteigerung wahrnehmbar.Das wäre alles nicht so schlimm, würde Toyota in Deutschland halbwegs vernünftig laufen. Weit gefehlt! Die Geschäftsführung in Deutschland unterstellt dem Handel, das "Auto verkaufen" nicht richtig zu machen. Audits in den Händlerbetrieben sollen nun Mißstände aufdecken.Liebe Toyota-Führungsriege in Deutschland: Ihr habt ein bemerkenswert loyales Händlernetz, das bis zum letzten Blutstropfen auf Verteidigung und Kampf für die Marke eingestellt ist. DAS findet man so kein zweites Mal. An ihnen liegt maximal die stetig sinkende Motivation. Warum das so ist? Weil Toyota Deutschland seine Hausaufgaben nicht macht, nicht machen will, oder nicht machen kann. Folgende Punkte führen zum Verfall der Zulassungszahlen:- Marke Toyota ist nicht emotional (der Autokauf ist aber eine hochemotionale Handlung!)- Bekanntheit der Marke in Deutschland schwindet => Toyota ist nicht wahrnehmbar!- Das Fahrerlebnis eines Toyota macht trotz der Aussage von Akio Toyota "es ist kein Toyota, wenn es keinen Spaß macht" aufgrund fehlender Leistung keinen Spaß. Die Deutschen lieben Power. Die Motorenpalette hört allerdings bei Toyota leistungsmäßig dort schon auf, womit der Durchschnitt der Deutschen bereits schon unterwegs ist: 140 - 150 PS! - Die Marke Toyota hat ausser dem Hybridantrieb (das einzige was den Importeur in Deutschland noch am Leben erhält) keinerlei Alleinstellungsmerkmal mehr: nicht besonders schön, nicht besonders günstig, nicht besonders gut (Rückrufe, Dieselpartikelprobleme, etc.), nicht besonders kulant => unauffällig wie eine graue Maus- Führungsriege in Deutschland bzw. Europa trifft nachhaltig falsche Entscheidungen. Derzeit wird beim Avensis dem Handel kommuniziert, dass es wohl keine Diesel-Automatik mehr geben wird. Nicht schön, allerdings seien davon ja nur 9% der Kunden betroffen, also nicht der Rede wert. Ebenso wird dies beim RAV4 passieren. Denselben Fehler machte Toyota bereits bei der Einstellung von Previa, MR2, Supra, Avensis Verso, Hiace, nun noch beim Verso-S, Landcruiser V8 und allen DIESEL-Automatik-Modellen die wegfallen. Wow, soviel Ignoranz muss ja bestraft werden!Geht´s noch? Wofür werden diese hochstudierten Personen denn so gut bezahlt, wenn nicht einmal das kleine Einmaleins beherrscht wird? Der Familienvater, der einen Avensis Diesel Automatik fährt, wird als überzeugter Toyota Fahrer früher oder später auch sein Umfeld bzw. zumindest seine Familie dazu gebracht haben Toyota zu fahren. Nicht zuletzt auch wegen angenehmer Synergieeffekte. Das heißt aus einem nicht verkauften Avensis Diesel Automatik werden ruckzuck mal 5 - 10 nicht verkaufte Toyota Aygo, Yaris, Verso, RAV4, Landcruiser, Hilux, etc. Ist es wirklich so, dass niemand an diesen Effekt denkt und man sich wundert warum die Marke denn plötzlich schwächelt? Man bedient doch das Volumen. Richtig, aber es gibt kein Volumen ohne reizvolle Nischen. Der VW Golf GTI ist das beste Beispiel. Die Verkaufszahlen des GTI sind im Gegensatz zu den mittleren Motorisierungen verschwindend gering. Hätte der Konzern allerdings dieses "hochemotionale" sportliche Golfmodell nicht, wäre der Golf nicht so "cool". Die Kunden denken folgendermaßen: okay, eigentlich will ich ja den GTI. Beim nächsten Mal. Jetzt kann ich ihn mir noch nicht erlauben. Aber ich will einen Golf, der dem GTI zumindest ähnlich sieht. Muss ja keiner wissen, dass kein GTI-Motor unter der Haube ist....Ich schäme mich für jeden Akademiker in den Reihen asiatischer Importeure, die dieses deutsche Prinzip des privaten Automarktes noch nicht durchschaut hat. Setzen, sechs!Ganz Klasse setzen dies die Koreaner Hyundai und KIA um! Warum sind sie so erfolgreich? Ganz einfach. Ein Deutscher Autokäufer hätte im Jahre 2000 niemals ein nicht gerade schönes Fahrzeug fahren wollen, das den unaussprechlichen unbekannten Namen "Hyundai" trägt. Ebensowenig einen KIA. Durch gefälliges Design, 7 Jahre Garantie, Qualitätssteigerung, Werbung ohne Ende und eine aggressive Preispolitik wurde hier allerdings sehr viel Markt gewonnen. Böse Zungen der asiatischen Konkurrenz behaupten zwar, dass die Hochphase der Koreaner vorbei ist. Irgendwann gehe ihnen das Geld aus.NEIN! Dem ist nicht so.Selbst wenn die Koreaner Subventionen zurückziehen und somit die Transaktionspreise etwas verteuern, haben sie in den letzten Jahren eine natürliche Begehrlichkeit aufgebaut. Es gibt heute junge Damen, die sich einen KIA Sportage als Traumauto auserkoren haben.Wer "träumt" von einem RAV4?Fazit:Liebe Führungsriege von TOYOTA, so wird das nix. Nehmt richtig Geld in die Hand, macht Werbung bis der Arzt kommt, vereinfacht Abwicklungen im HAndel damit den Verkäufern noch Zeit für Kundengespräche bleibt und baut anständige Motoren und schon werdet Ihr Euch wundern wieviel Zulauf ihr bekommt und wie schnell die aufgenommenen Kredite wieder abbezahlt werden können, weil richtig Knete in die Kassen fließt. Die Qualität bei Toyota stimmt ja bekanntlich. Also warum traut sich der weltgrößte Autohersteller nicht?Ein informierter - trauriger - Beobachter des Marktrückgangs von Toyota in Deutschland


bonaqua

12.03.2015 - 11:26 Uhr

@A.Huber : ....dem ist nichts mehr hinzuzufügen!


Der Hesse

12.03.2015 - 13:54 Uhr

rund 70.000 verkaufte Autos in Deutschland - rund 10.000.000 verkaufte Autos weltweit. 6-fach höherer Gewinn als VW trotz fast gleicher Absatzzahlen. Sagt alles, oder?


LCV8

12.03.2015 - 17:59 Uhr

Ich stimme dem Herrn A. Huber in jedem Satz zu. VW wird Toyota überholen und muss sich nicht mal Mühe geben. Rendite hin oder her. Wenn ich keine oder überdurchschnittlich weniger Fahrzeuge verkaufe sinkt auch die Rendite. Fakt ist-macht eure Hausaufgaben in Köln. Wertet aus wie viele Fahrzeuge im Flottenmarkt mit einem ca.150 PS Dieselmotor in Kombination mit einem Automatikgetriebe unterwegs sind und nehmt bitte nicht den Avensis als Benchmark und Ihr werdet feststellen, dass Ihr einen "neuen" Avensis in den Markt schiebt den keiner braucht. Und wenn Ihr permanent schreibt, dass ein Wachstum nur noch im Flottengeschäft möglich ist, dann bringt auch das richtige Fahrzeug auf den Markt. Was bringt es denn wenn der Verkäufer seine Bedarfsanalyse macht, sich vom Kunden (Fuhrparkleiter) ausführlich erzählen lässt, was dieser sich für seine neuen, schönen Toyotas so wünscht und es schließlich schon an der Kombination Diesel mit Automatikgetriebe und vernünftiger Leistung für seine Außendienstler scheitert und der Hersteller nicht liefern kann -ist dann wieder der Händler/Verkäufer schuld an der Miesere oder der Hersteller. Es würde mich nicht wundern, wenn der ein oder andere reine Toyota Händler zum Jahresende abflaggt und sich einen neuen, innovativen Partner sprich Hersteller sucht um seinen Kunden wieder dessen Bedürfnisse/Wünsche erfüllen zu können. Na dann mal Feuer frei-mit Autos die keiner braucht.


Carina

13.03.2015 - 08:53 Uhr

6-Facher Gewinn halte ich für einen Mythos. Wieviel von dem Gewinn ist denn der (künstlich erzeugten) Währungsschwäche (wie lange man das noch durchhält ?) in Japan geschuldet ? Nein darauf sollte man sich in Zeiten eines aufstrebenden VW Konzerns (vor 15 Jahren kannte die weltweit doch noch keine Sau) und Hyundai (das gleiche vor 5 Jahren) auf keinen Fall ausruhen. Neuerdings muss man auch schon wieder Steuern zahlen (was man in den letzten Jahren vermieden hat, trotz Gewinn) was auch nicht gerade zur Glückseeligkeit beitragen sollte. Wenn der Gewinn nur aus Japan und die Masse nur aus günstigen 3-t Welt Autos kommt so ist das eine gefährliche Sache. Hier fehlt die diversifikation. Wenn ein oder zwei weitere Hersteller in diese Nische springen und Japan als Markt wegbricht hat Toyota ein großes Problem. Denn mehr als noch VW oder GM ist man abhängig vom Heimatmarkt und kleinen Märkten.


A. Huber

13.03.2015 - 10:52 Uhr

Entgegen der vielfach getätigten Aussagen bis hin zu Akio Toyoda, dass Toyota den Standort Deutschland ernst nimmt, bleibt einem vielmehr nur folgende Erkenntnis: Toyota will Deutschland dahindümpeln lassen. Geht die Modellpolitik so weiter, wird Toyota in Deutschland über kurz oder lang mit ca. 30 - 40 Tausend zugelassenen Autos pro Jahr nicht einmal mehr eine Nebenrolle spielen können. Die Folgen davon sind dem Hersteller anscheinend nicht gegenwärtig. Wer im "automobilen Mekka" Deutschland keine Beachtung mehr findet, wird sich künftig auch weltweit schwer tun. Der momentan relativ gute Marktanteil in Gesamteuropa - der einigen Boomregionen geschuldet ist - ist nur ein kurzfristiger Trost. Schade! Der Anfang vom Ende eines ruhmreichen Automobilherstellers.


Toyota86

13.03.2015 - 12:01 Uhr

@ A. Huber.....Perfekt zusammengefasst. Den ein oder anderen Punkt könnte man natürlich noch hinzufügen, aber die Hauptproblematik genau auf den Punkt gebracht.Leider stößt so was bei der Führungsriege auf taube Ohren...den wir haben ja den Hybridantrieb auf dem man sich ausruhen kann.


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