Trotz Absatzflaute und Absagen namhafter Hersteller soll die Leipziger Automobilmesse AMI der kriselnden Branche einen Schub geben. Nach dem Ausstieg von BMW und Mitsubishi präsentieren sich vom 28. März bis zum 5. April 40 Automarken und 450 Hersteller, teilte Messechef Wolfgang Marzin am Donnerstag mit. Er räumte ein, dass die Krise nun auch das Marketinginstrument Messe erreicht hat. "Jetzt weht ein extremer Wind." Gerade jetzt komme es darauf an, Flagge zu zeigen. Nachdem Nissan nun doch nach Leipzig komme, hoffe er noch bei weiteren Herstellern "auf eine Rolle rückwärts". Etwa drei Wochen nach dem Genfer Autosalon haben sich in Leipzig die Hersteller mit bisher 31 Deutschlandpremieren angesagt. Als Weltpremieren sind u.a. die neue E-Klasse von Mercedes als Taxi-Version und der Peugeot 206+ zu sehen. Der Chef der Verbandes der Internationalen Hersteller VDIK, Volker Lange, erwartet, dass die AMI angesichts von Abwrackprämie und Kfz-Steuerreform einen Aufwärtstrend bringt. "Die AMI kommt genau zum richtigen Zeitpunkt." Mit Blick auf die Umweltprämie sei es gerade jetzt wichtig, dass sich potenzielle Käufer über die Modellangebote informieren könnten. Zweistellige Verkaufszuwächse erwartet Der VDIK, Mitorganisator der Messe, rechnet nach einem schwachen Januar beim Absatz für Februar und März im Jahresvergleich mit zweistelligen Zuwächsen. "Damit würde das erste Quartal mit einem Plus abschließen", sagte Lange. Die Entwicklung resultiere aus dem Privatmarkt. Im Kleinstwagen-Segment zogen die Absatzzahlen laut Lange im Januar um 33,8 Prozent an. Im Vorjahr hatte die Messe die Rekordzahl von 293.000 Besuchern erreicht. Begleitet wird die AMI von zwei internationalen Kongressen zu den Themen Sicherheit und alternative Antriebe. Parallel wird die Messe für Service und Zubehör Amitec (28. März bis 1. April) veranstaltet. (dpa)
Trotz Absagewelle: AMI soll Autobranche anschieben
Nach Absagen namhafter Autobauer präsentieren sich vom 28. März bis zum 5. April 40 Pkw-Marken und 450 Hersteller in Leipzig. Für den VDIK kommt die Messe angesichts der Umweltprämie "genau zum richtigen Zeitpunkt".