Chrysler hat einen Fortschritt in seinem Überlebenskampf erzielt. Die Gewerkschaft UAW teilte am Sonntagabend mit, dass sie mit dem Unternehmen, dem italienischen Autobauer Fiat und der US-Regierung eine vorläufige Vereinbarung über Entschuldungsmaßnahmen getroffen habe. Danach erhielt Chrysler von der UAW anscheinend Zugeständnisse im Ringen um fällige Beiträge für den Gesundheitsfonds zugunsten pensionierter Beschäftigter. Chrysler wollte erreichen, dass die Gewerkschaft die Hälfte der Beiträge in Form von Anteilen akzeptiert, um seinen Schuldenberg abzubauen. Die US-Regierung hat dem Unternehmen eine Frist bis Ende April gesetzt, sich mit Fiat zusammenzuschließen, da Chrysler allein nicht überlebensfähig sei. Eine Vereinbarung mit der UAW gilt als wesentliche Voraussetzung für das Zustandekommen einer solchen Allianz. Der vorläufige Deal muss aber noch von den Gewerkschaftsmitgliedern bei Chrysler ratifiziert werden. Ein Votum wird für Mittwoch erwartet. Chrysler muss außerdem noch Banken dazu bewegen, ihm einen großen Teil seiner durch Unternehmens-Vermögenswerte abgesicherten Milliardenschulden im Gegenzug zu Aktienpaketen zu erlassen. (dpa)
Überlebenskampf: Chrysler vereinbart Entschuldungsmaßnahmen
Die Gewerkschaft UAW hat mit dem amerikanischen Hersteller, dem italienischen Autobauer Fiat und der US-Regierung eine vorläufige Vereinbarung über Entschuldungsmaßnahmen getroffen.