Umfrage: Run auf Hybridautos in 2008

08.01.2008 04:52 Uhr
Hybrid-Boom 2008: Geht es nach den Topmanagern der Autobranche, werden die Kunden die Verkaufsräume von Toyota, Lexus und Honda stürmen.
© Foto: Honda

Die Topmanager der Autobranche erwarten laut einer Umfrage in diesem Jahr eine noch nie dagewesene Nachfrage nach Hybridmodellen. Doch auch andere Umwelt-Technologien wie die Brennstoffzelle stehen in der Branche hoch im Kurs.

Autofahrer werden 2008 deutlich mehr Hybridautos kaufen als noch im vergangenen Jahr. Dieser Auffassung ist Mehrheit der Führungskräfte in der internationalen Autoindustrie laut einer aktuellen Umfrage der Beratungsgesellschaft KPMG. Demnach gehen 43 Prozent davon aus, dass der Absatz der benzinelektrischen Fahrzeuge in diesem Jahr um mindestens 16 Prozent steigen wird. Jeder vierte Topmanager erwartet sogar ein Verkaufsplus von mindestens 25 Prozent. Für die große Mehrheit (81 Prozent) wird der Marktanteil von Hybridfahrzeugen in den kommenden fünf Jahren erheblich wachsen. Nach den Hybridsystemen (79 Prozent) ist nach Ansicht der meisten der rund 100 befragten Branchenexperten die Brennstoffzellen-Technologie (78 Prozent) wichtigste Innovation der kommenden fünf Jahre. Neuerungen zur Verbesserung der Sicherheit belegen laut KPMG mit 67 Prozent Platz drei der Herausforderungen für die Zukunft. "Umweltthemen werden nach Ansicht der Experten immer wichtiger für die Autoindustrie", sagte KPMG-Autoexperte Dieter Becker. Das steigende Umweltbewusstsein der Kunden drücke sich auch in den wichtigsten Kaufkriterien aus. Ein niedriger Benzinverbrauch sei Autokäufern nach Überzeugung der Fachleute heute ebenso wichtig wie Qualität eines Fahrzeugs. Die Hybridtechnologie stelle mittlerweile eine tragfähige Zukunftstechnologie dar. Dies sei für die deutschen Hersteller, die derzeit noch keine ausgereiften Hybridmodelle anbieten, eine "echte Herausforderung", so Becker. Neue Werke vor allem in Asien Nahezu alle Experten (92 Prozent) sind der Überzeugung, dass in den kommenden fünf Jahren in Asien die meisten neuen Produktionskapazitäten aufgebaut werden. An der Spitze sehen die Befragten – wie im Vorjahr – chinesische und koreanische Hersteller. Beim prognostizierten Absatz rangiert China ganz oben: 83 Prozent erwarten, dass dort mittelfristig mehr als zwölf Millionen Autos verkauft werden – 2007 waren es rund neun Millionen. Stärker beachtet von den Managern werden auch die indischen Hersteller. Nach 55 Prozent im vergangenen Jahr gehen aktuell knapp drei Viertel davon aus, dass diese Autobauer ihren Anteil am Weltmarkt ausbauen werden. (rp)

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