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Umweltbelastungen: ADAC verschärft Eco-Test

Der ADAC arbeitet bei seinem Eco-Test ab sofort mit einem erweiterten Prüfverfahren.
© Foto: ADAC

Der Autokäufer erhält für die getesteten Fahrzeuge künftig einen umfassenden Steckbrief auf Grundlage realistischer Verbrauchswerte und Umweltbewertungen bis hin zur Anzahl der ausgestoßenen Partikel.


Datum:
15.03.2012
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Der ADAC arbeitet bei seinem Eco-Test ab sofort mit einem erweiterten Prüfverfahren. Wie der Club am Donnerstag mitteilte, soll der Autokäufer künftig für die getesteten Fahrzeuge einen umfassenden Steckbrief auf Grundlage realistischer Verbrauchswerte und Umweltbewertungen bis hin zur Anzahl der ausgestoßenen Partikel erhalten. Dies sei notwendig, da gerade neue Antriebsformen den Überblick über den tatsächlichen Verbrauch und die Umweltverträglichkeit von Fahrzeugen erschwerten, hieß es.

Bei den Verbrauchswerten der Hersteller gilt nach der neuen EU-Norm: Kein Licht, keine Klimaanlage, nicht mal das Radio ist eingeschaltet. "Aber das entspricht nicht der Realität", kritisierte ADAC-Ingenieurin Sonja Schmidt am Donnerstag in München. Beim Eco-Test seien die Autos dagegen mit Abblendlicht und Klimaanlage unterwegs. Unter realistischen Bedingungen liege der Kraftstoffverbrauch plötzlich um zehn bis 30 Prozent über den Herstellerangaben – bei Elektroautos seien um bis zu 80 Prozent mehr Verbrauch ermittelt worden

Die neue Methode des Clubs benutze strenge Maßstäbe bezüglich des CO2-Ausstoßes und untersuche auch den Schadstoffausstoß (HC, CO, NOx), hieß es. Zudem werde im neuen Prüfverfahren nicht nur die Masse an Rußpartikeln kontrolliert, sondern auch deren Anzahl. Durch die Betrachtung "Well-to-Wheel" wird der gesamte Prozess des Energieverbrauchs laut ADAC "von der Kraftstoffquelle bis zum Rad" aufgeführt. Die neu auf den Markt kommenden Fahrzeuge sollen künftig nach dem neuen Maßstab getestet werden – etwa 150 im Jahr.

Da nun auch die Energiequelle mitberücksichtigt werde, können erstmals serienmäßige Elektromobile direkt mit Gas-,  Benzin- und Dieselfahrzeugen verglichen werden. "Mit dem Eco-Test untermauert der ADAC die Forderung nach immer saubereren und sparsameren Pkw", betonte ADAC-Vizepräsident Thomas Burkhard.

Elektroautos verfehlen Bestnote

Die ersten beiden Elektroautos, die nach der neuen Methode getestet wurden, sind der Volvo C30 Electric und der Renault Fluence Z.E. Expression. Beide Autos verfehlten mit vier Umweltsternen die Höchstwertung des Clubs von fünf Sternen, da der Verbrauch durch zu hohe Ladeverluste negativ beeinflusst wird.

Im Vergleich zu den sparsamsten Benzin-, Diesel- oder Gasfahrzeuge seien E-Autos für den Klimaschutz "überhaupt kein Vorteil", sagte Burkhardt: "Der Dreck entsteht zwar nicht am Auspuff, sondern am Kraftwerk. Aber wo die CO2-Emissionen entstehen, ist der Umwelt völlig egal." Außerdem seien die Herstellerangaben zum Stromverbrauch realitätsfern. (se/dpa)

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