US-Notkredite: GM sieht sich für noch schlechtere Zeiten gerüstet

07.01.2009 00:03 Uhr

Der Autokonzern hält die bisher zugesagten Milliardenkredite der US-Regierung selbst bei einem weiteren Einbruch des Marktes um bis zu 20 Prozent für ausreichend. Mit der ersten Tranche werden derzeit die Rechnungen bei den Zulieferern beglichen.

General Motors (GM) hält die bisher zugesagten Milliardenkredite der US-Regierung selbst bei einem weiteren Einbruch des US-Marktes um bis zu 20 Prozent für ausreichend. Der Opel-Mutterkonzern bekommt direkt 13,4 Milliarden Dollar, weitere rund sechs Milliarden Dollar sollen dem für GM wichtigen Autofinanzierer GMAC helfen. Diese Summen seien auch dann genug, wenn die derzeit schlechtesten GM-Prognosen einträfen, sagte ein Konzernsprecher der Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg. GM erwartet gegenwärtig eine weitere Talfahrt des US-Automarktes im laufenden Jahr auf insgesamt 10,5 bis zwölf Millionen verkaufte Wagen aller Hersteller. In 2008 lag der Gesamtabsatz bei etwa 13,2 Millionen Stück – ein Rückgang um 18 Prozent. GM selbst verkaufte 2008 in den USA sogar 23 Prozent weniger Fahrzeuge. GM und Chrysler hatten von der US-Regierung zusammen 17,4 Milliarden Dollar an Notkrediten zugesagt bekommen. Im Gegenzug müssen sie bis Ende März ihre Überlebensfähigkeit beweisen. Dazu verhandeln sie gegenwärtig unter Hochdruck mit Gewerkschaften und Gläubigern über Zugeständnisse. Die erste Kredit-Tranche der Regierung in Höhe von vier Milliarden Dollar nutze GM derzeit vor allem, um Rechnungen seiner rund 3.000 Zulieferer zu begleichen, zitierte Bloomberg am Mittwoch einen GM-Sprecher. (dpa)

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