US-Staatshilfen: GM/Chrysler-Fusion erneut im Gespräch

05.12.2008 11:11 Uhr
© Foto: GM/Chrysler/Archiv/AHO-Montage

GM und Chrysler würden für den Erhalt von Staatshilfen erneut eine Fusion in Betracht ziehen. GM-Chef Rick Wagoner zieht jedoch eine einfache Zusammenarbeit beider Unternehmen vor.

Die Chefs der Opel-Mutter General Motors (GM) und Chrysler würden eine Fusion der Unternehmen in Betracht ziehen, sollte dies zur Bedingung für eine Finanzhilfe gemacht werden. Diese Möglichkeit war während einer Anhörung am Donnerstag im US-Kongress von Senatoren ins Gespräch gebracht worden. Die Vorstandsvorsitzenden der krisengeschüttelten drei großen Autobauer GM, Chrysler und Ford unternahmen in dem fast sechsstündigen Hearing vor dem Bankenausschuss des Senats einen neuen Versuch, Milliardenhilfen für ihre Unternehmen zu gewinnen. Der Chrysler-Vorstandsvorsitzende Robert Nardelli sagte, er würde eine Fusion als Voraussetzung für eine Unterstützung akzeptieren, wenn damit sein 80 Jahre altes Unternehmen gerettet werden könne. "Wenn das in der Tat das Kriterium ist (...), ich würde es tun", sagte Nardelli. GM-Chef Rick Wagoner sagte seinerseits, er würde einen solchen Schritt "sehr ernsthaft in Erwägung ziehen", wenn der Kongress darauf bestünde. Er argumentierte aber zugleich, dass es besser wäre, Kosten durch Zusammenarbeit beim Bau spezifischer Modelle zu senken als eine vollständige Fusion zu vollziehen. Zwischen beiden Unternehmen hat es über längere Zeit Gespräche über einen Zusammenschluss gegeben. Die Idee war aber nach dem Zusammenbruch der US-Finanzmärkte im September aufgegeben worden. Beide Seiten sagten, dass sie nicht über die für eine Fusion nötigen kurzfristigen Finanzmittel verfügten. (dpa)

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KOMMENTARE

Kommentator anonym

05.12.2008 - 22:22 Uhr

Dieser Kommentar ist für Mathematiker und Führungskräfte der Buchhaltung der Unternehmungen General Motors und Chrysler vorgesehen. Das Ergebnis ist rein mathematischer Natur und deren Gesetzgebung: "Additionsregel für rationale Zahlen bei gleichen Vorzeichen." (-a)+(-b)=-ab Jeder der diese Regeln deuten kann und versteht erkennt das Ergebnis einer Fusion von General Motors und Chrysler. In der Addition der mathematischen Regel zweier negativen Zahlen ist das Ergebnis negativ. Eine Fusion dieser beiden Unternehmungen wäre für die amerikanische Wirtschaft ein noch größeres Desaster in monetärer Hinsicht hin. Der Haushalt Amerikas müßte die Negativbilanzen beider Unternehmungen addieren und ausgleichen. Dieses würde auf langfristiger Sicht für den europäischen Automobilmarkt wirtschaftlich eine Katastrophe. Die Abhängigkeit von staatlichen Subventionen würde für die europäisch geführten US-Hersteller in Europa eine "Aufgabe" Ihrer unternehmerischen Freiheit und Ihres produktiven Know-Hows auf Jahre hinaus bedeuten. Wir werden dann in einer Situation geführt, die in diesen Kommentar oben am Anfang von mir aufgeführt worden ist. Das Ergebnis dieser amerikanischen Fusionen wäre mal wieder die Mathematik vieler Automobil-Hersteller auf unseren Globus und Ihrer Bilanzen.


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