Nach dem grünen Licht für Milliardenhilfen zur Rettung der Autoriesen General Motors und Chrysler hat die US-Regierung auch die Möglichkeit einer Unterstützung für andere Teile der Branche angedeutet. Nach Medienberichten vom Freitag könnten den veröffentlichten Richtlinien des Finanzministeriums zufolge auch Zulieferer und möglicherweise weitere Hersteller in den Genuss von Hilfen kommen. Bereits Anfang der Woche hatte sich die US-Regierung zur Stützung des GM-Autofinanzierers GMAC bereit erklärt (wir berichteten). Die Opel-Mutter GM selbst hatte am Mittwoch (Ortszeit) die ersten vier Milliarden aus einem 13,4 Milliarden Dollar umfassenden staatlichen Kredit-Paket zur Rettung des Konzerns erhalten. Chrysler bekam seine erste Finanzspritze in Höhe von ebenfalls vier Milliarden Dollar am Samstag. Der Kredit des US-Finanzministeriums sei eingegangen, bestätigte der Autohersteller in Detroit (Michigan). "Dieses Geld erlaubt dem Konzern, sich umzustrukturieren, während wir unser Ziel verfolgen, Benzin sparende, hoch qualifizierte Autos und Lastwagen zu entwickeln, die die Kunden auch annehmen", so Chrysler-Chef Robert Nardelli. Die Richtlinien zur möglichen Kreditvergabe an andere Branchenteile sind den Medienberichten zufolge vage gehalten. Demnach hält sich das Ministerium alle Entscheidungen offen und warnt, dass in Frage kommende Unternehmen nachweisen müssten, inwieweit ihr möglicher Zusammenbruch generell der US-Wirtschaft und insbesondere dem Arbeitsmarkt schaden könnte. (dpa)
USA: Erste Staatsgelder für GM und Chrysler
Die beiden von der Pleite bedrohten Autobauer haben die ersten Kredit-Tranchen in Höhe von jeweils vier Milliarden Dollar erhalten. Die US-Regierung deutete unterdessen auch Hilfe für andere Branchenteile an.