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VW-Affäre: Prozess um Volkert-Geliebte unterbrochen

Adriana Barros muss sich nochmal wegen Untreue verantworten, blieb dem Berufungsverfahren am Dienstag aber fern.
© Foto: Nigel Treblin/dapd

Adriana Barros muss sich nochmal wegen Untreue verantworten, bleibt dem Berufungsverfahren aber fern. Der Richter pocht auf ihre Anwesenheit – und unterbricht den Prozess.


Datum:
12.02.2013
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Das Berufungsverfahren gegen die frühere Geliebte von Ex-VW-Betriebsratschef Klaus Volkert ist am Dienstag ausgesetzt worden, weil die angeklagte Adriana Barros nicht persönlich erschienen ist. "Der persönliche Eindruck ist für das Gericht wichtig", sagte Richter Andreas Kreutzer vor dem Landgericht Braunschweig. Barros muss sich erneut wegen Beihilfe zur Untreue in 26 Fällen verantworten. Nachdem das Amtsgericht Wolfsburg Barros im Mai 2012 freigesprochen hatte, legte die Staatsanwaltschaft Braunschweig erfolgreich Berufung ein.

Noch bis zum Prozessauftakt war unklar geblieben, ob die gelernte Journalistin in das Gericht kommen würde. Rechtlich notwendig war das nicht. Über ihren Verteidiger Hans-Joachim Gerst ließ Barros schließlich ausrichten, dass sie aus gesundheitlichen und finanziellen Gründen nicht in der Lage sei, die Reise anzutreten. "Sie möchte kommen, kann nur nicht", sagte Gerst.

Der Richter betonte dagegen, dass alles dafür getan werden müsse, dass Barros die Reise nach Deutschland antreten könne. Das Verfahren werde ohne die Anwesenheit der Beschuldigten zunächst ausgesetzt, hieß es. Wann neu verhandelt wird, steht bislang nicht fest.

350.000 Euro zulasten von VW

Die aus Brasilien stammende 48 Jahre alte Angeklagte soll laut Strafbefehl mit Scheinrechnungen in elf Fällen rund 250.000 Euro ohne Gegenleistung kassiert haben. Außerdem soll sie in 15 weiteren Fällen ausschließlich private Kosten für Flüge, Hotelaufenthalte und Sprachkurse in Höhe von insgesamt rund 100.000 Euro zulasten von VW abgerechnet haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sie wusste, dass sie darauf keinen Anspruch hatte und forderte eine Bewährungsstrafe von einem Jahr.

Der Prozess ist ein Nachklapp des VW-Skandals um Schmiergelder und Lustreisen für Betriebsräte auf Firmenkosten. Die Affäre machte 2005 Schlagzeilen. Verurteilt wurden Ex-Arbeitsdirektor Peter Hartz und Ex-Betriebsratschef Volkert. (dpa)

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