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Weichenstellungen: Audi bekommt ein Werk in Mexiko und Ducati

Rupert Stadler: Mit einer eigenen Fabrik in Mexiko sichert Audi seine Position auf dem Weltmarkt.
© Foto: ddp

Die VW-Tochter verlagert den Q5 von Ingolstadt in die neue Fabrik. Der Schritt soll keine Jobs im Stammwerk kosten. Mit dem Einstieg ins Motorradgeschäft geht es in neues Gelände.


Datum:
19.04.2012
1 Kommentare

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Volkswagen hat wichtige Weichen für die Zukunft seiner Oberklasse-Tochter Audi gestellt. Die Ingolsdtäder bekommen jetzt – wie ihre Konkurrenten BMW und Mercedes auch – eine eigene Fabrik in Amerika. Außerdem übernehmen sie den italienischen Motorradhersteller Ducati und wagen sich damit in ganz neues Gelände. Diese Entscheidungen traf der VW-Aufsichtsrat am Mittwochabend.

Audi will die Produktion seines Geländewagens Q5 mit einer Milliarden-Investition vollständig von Deutschland nach Mexiko verlagern. In dem neuen Werk sollen pro Jahr 150.000 Einheiten des Q5 produziert werden, wie Firmenchef Rupert Stadler am Donnerstag vor Beginn der VW-Hauptversammlung in Hamburg sagte. Ein Stellenabbau an den Audi-Standorten Ingolstadt und Neckarsulm ist nicht geplant.

Das Werk Ingolstadt, wo der Q5 derzeit produziert wird, arbeitet nach Worten eines Sprechers bereits an seinen Auslastungsgrenzen und kann die freiwerdenden Kapazitäten nutzen, um das Wachstum der anderen Baureihen zu sichern. "Wir brauchen die Kapazitäten, denn das Wachstum ist enorm", sagte ein Sprecher. In Ingolstadt beschäftigt die VW-Tochter rund 30.000 Mitarbeiter. Dort werden neben dem Q5 auch der A3, A4 und A5 gebaut.

Beschäftigungsgarantie verlängert

Für die Mitarbeiter gibt es bis 2014 eine Beschäftigungsgarantie. Diese ist nach Angaben von Audi-Betriebsratschefs Peter Mosch nun verlängert worden. "Das war ein Teil der Verhandlungen. Wir haben uns auf eine Verlängerung bis Ende 2018 geeinigt", sagte er dem "Donaukurier" (Donnerstag). Nächstes Jahr würden sogar 2.000 zusätzliche neue Stellen geschaffen. "Es muss sich niemand um seinen Arbeitsplatz Sorge machen." In Ingolstadt fertige Audi pro Jahr etwa 600.000 Fahrzeuge, in Neckarsulm in Baden-Württemberg rund 300.000. "Diese Kapazitäten sind abgesichert, das hat uns der Vorstand zugesichert."

Die Investitionen in das neue Werk in Mexiko liegen nach Worten von Stadler bei weniger als zwei Milliarden Euro. In Europa und China sei man bereits sehr gut aufgestellt und Mexiko biete nun als bewährter Automobilstandort beste wirtschaftliche Voraussetzungen für eine Audi-Produktion. Die Konzernmutter Volkswagen ist bereits mit einem Automobilwerk in Puebla und mit einem Motorenwerk in Silao vertreten. Wo genau das Audi-Werk gebaut werden soll, steht noch nicht fest.

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KOMMENTARE


Marian-M.

19.04.2012 - 10:31 Uhr

Ich finde, Ducati passt zu Audi; die Audi-Qualität tut Ducati bestimmt gut, bei Lamborghini hat es ja auch funktioniert.


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