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Weltmarkt: Toyota erhebt Führungsanspruch

Toshiaki Yasuda: "Unter drei Prozent Marktanteil hat man keine Bedeutung."
© Foto: Toyota Deutschland

Der japanische Autogigant will mit seiner Umweltkompetenz punkten - vor allem auch in Deutschland. Hier sei der härteste Markt der Welt, sagt Landeschef Toshiaki Yasuda.


Datum:
07.03.2012
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Der von den Katastrophen in Japan gebremste Autobauer Toyota will zurück an die Weltspitze. "Toyota wird in diesem Jahr mit neuen Modellen im deutschen Markt angreifen", sagte Deutschland-Präsident im Toshiaki Yasuda im Gespräch mit der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX auf dem Genfer Autosalon. Weltweit will sich der Konzern die Spitzenposition vor General Motors (GM) und Volkswagen bei den Verkäufen zurückerobern.

Der für Hybridmodelle bekannte Hersteller will zudem seine Führerschaft in Sachen Umwelt verteidigen. Volkswagen-Chef Martin Winterkorn hatte am Montag zum Auftakt des Genfer Autosalons dem VW-Konzern den ökologischen Umbau verordnet und das Ziel bekräftigt, auch beim Umweltthema führend zu werden.

Toyota will die Verkäufe in Deutschland 2012 von rund 83.000 Autos im vergangenen Jahr auf 90.000 Wagen steigern (wir berichteten). Im nächsten Jahr sollen dann 100.000 Fahrzeuge abgesetzt werden. Mittelfristig strebt Yasuda einen Marktanteil von gut drei Prozent an. "Unter drei Prozent hat man keine Bedeutung", sagte der Manager. Erst darüber gelte eine Marke als erfolgreich. Laut Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) kam Toyota zusammen mit der Nobelmarke Lexus 2011 auf 2,6 Prozent Marktanteil.

Weltweit hat sich der Konzern das Ziel gesetzt, in diesem Jahr 9,6 Millionen Autos zu verkaufen. Neben der Kernmarke Toyota gehören zum Konzern beispielsweise auch Daihatsu. "Mit dieser Zahl hat Toyota eine große Chance, wieder Nummer eins zu werden", sagte der Deutschland-Präsident. Volkswagen hatte Toyota im vergangenen Jahr mit 8,3 Millionen Auslieferungen überholt. Spitzenreiter GM verkaufte gut neun Millionen Fahrzeuge.

Neue Rabattschlacht

Der Preisdruck im europäischen Markt nehme zu, räumte Yasuda ein. "Seit Herbst letzten Jahres geben vor allem die Hersteller im Volumensegment mehr und mehr Rabatte." Um trotzdem Geld zu verdienen und die Belastungen durch die starke japanische Währung zu verringern, will Toyota mehr Autos in Europa fertigen. Schon jetzt stammten Dreiviertel der in Deutschland verkauften Fahrzeuge aus europäischen Standorten. Es würden auch mehr Teile aus Europa nach Japan geliefert.

Wenngleich Toyota auf dem deutschen Markt bei den Verkaufszahlen weit hinter Volkswagen zurückhänge, werde man sich die Umweltführerschaft von den Wolfsburgern nicht nehmen lassen. "Beim Flottenverbrauch ist Toyota in Deutschland Spitze", sagte Yasuda. Der deutsche Markt sei besonders wettbewerbsintensiv, weil alle Marken vertreten seien. Fabrikate wie Skoda oder Dacia würden beispielsweise in den USA nicht angeboten. "Deutschland ist der härteste Markt der Welt." (dpa)

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