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Zeitung: Daimler-Einstieg in Motorradmarkt rückt näher

Mit Modellen wie der F3 800 Ago – einer Rennmaschine mit Straßenzulassung – hat sich MV Agusta einen Namen in der Bike-Szene gemacht.
© Foto: MV Agusta

Nach einem Medienbericht stehen die Schwaben kurz davor, bis zu einem Viertel an dem italienischen Edelhersteller MV Agusta zu übernehmen.


Datum:
21.10.2014
4 Kommentare

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Daimler will nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" beim italienischen Edel-Motorradbauer MV Agusta einsteigen. Die Stuttgarter stehen laut dem Bericht (Dienstag) kurz davor, bis zu 25 Prozent an dem Hersteller aus Varese in der Lombardei zu übernehmen. Demnach will Daimler den Kauf über seine Tuning-Tochter AMG abwickeln. Daimler und MV Agusta wollten dies auf Anfrage am Dienstag nicht kommentieren.

Dem Blatt zufolge wollen beide Unternehmen bis Anfang November Details bekanntgeben. Bereits im Juli hatten verschiedene Zeitungen über einen möglichen Einstieg berichtet. Laut "SZ" erhoffen sich die Italiener von dem Geschäft einen Internationalisierungsschub durch das Vertriebsnetz von Daimler.

Der Blick geht demnach vor allem in Richtung USA und Asien. Ziel sei es, den Umsatz in den kommenden Jahren auf 200 Millionen Euro zu verdoppeln. 2014 sollen knapp 10.000 Edel-Motorräder verkauft werden. MV Agusta hatte nach zuletzt verfügbaren Daten (2012) rund 200 Mitarbeiter.

Bewegte Geschichte

MV Agusta hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Die Wurzeln des Unternehmens reichen zwar bis ins Jahr 1907 zurück, das Motorradwerk wurde aber erst 1945 gegründet. Schnell stellten sich Erfolge im Straßenrennsport ein. Insgesamt fuhren die rot-silbernen Motorräder aus Cascina Costa 270 Grand-Prix Siege ein. 2008 wurde die Marke an Harley-Davidson verkauft. Weil der US-Motorradriese aber in der Wirtschaftskrise ums Überleben kämpfen musste, kaufte die Familie Castiglioni die Firma wenig später wieder zurück und führte sie in Eigenregie weiter.

Auch andere deutsche Autobauer sind im Motorradgeschäft aktiv. Zuletzt kaufte etwa die VW-Tochter Audi den italienischen Hersteller Ducati. Daimlers Erzrivale BMW hat eine eigene Motorradsparte. Der Autozulieferer Bosch kündigte jüngst zudem an, mit neuen Antriebssystemen im weltweiten Motorradmarkt mitmischen zu wollen. (dpa/rp)

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KOMMENTARE


Jochen

21.10.2014 - 17:26 Uhr

Also im Bezug auf Mercedes und Motorrad hätte ich erwartet, dass die insolvente "Altdeutsche" Motorradmarke HOREX aus Augsburg die passende Marke für die Stuttgarter gewesen wäre.Eine motivierte Horex-Mannschaft und einem innovativen und spaßmachenden 6Zylinder mit einem bestehenden Händlernetz in Deutschland, Österreich und der Schweiz hätte es verdient.


Cossy

21.10.2014 - 19:34 Uhr

...dem ist nichts hinzuzufügen. Wobei Horex durchaus neben MV noch zusätzlich zum Mercedes-Deal passen würde. MV als zweirädrige Sportsparte von AMG und Horex als leistungsstarke deutsche Premiummarke zu Mercedes. Vertrieb über ein gemeinsames Händlernetz. Und der Kaufpreis von Horex dürfte akuell die täglichen Porto- und Telefonkosten von MB kaum übersteigen;-))


Chris

22.10.2014 - 08:40 Uhr

..es ist wirklich Schade, dass heutzutage immer mehr namenhafter 'Kleinserienhersteller' von so gierigen Großkonzernen geschluckt werden... (siehe Ducati, Lambo,BugattiEs lebe der Kapitalismus... -...oder doch nicht


HKindshofer

22.10.2014 - 20:23 Uhr

So toll das auch im Moment sein mag, und 20 Mio. ist ja für Daimler nichts, "Schuster bleib bei deinen Leisten". Zur Erinnerung Fokker, Dornier, AEG, usw.


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