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Zeitung: Opel-Verkauf auf nächste Woche verschoben

Wie reagiert Brüssel? GM und Magna wollen zunächst die Reaktion von EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes abwarten.
© Foto: ddp/Archiv/AHO-Montage

Wegen möglicher Bedenken der EU-Kommission haben Magna und GM die Vertragsunterzeichnung kurzfristig verschoben. Als neue Termine wurden Dienstag oder Mittwoch genannt.


Datum:
16.10.2009
1 Kommentare

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Der Verkauf von Opel verzögert sich weiter. Eigentlich hätte das Geschäft bereits am Donnerstag besiegelt werden sollen. Doch aus Sorge um ein späteres Veto der EU-Kommission legten der designierte Käufer Magna und Alteigentümer General Motors (GM) die Unterzeichnung des Übernahmevertrags vorerst auf Eis. Auch die Zustimmung der Arbeitnehmer zum Opel-Rettungskonzept des österreichisch-kanadischen Autozulieferers Magna steht noch aus. Nach Informationen der "Welt" (Samstag) soll der Vertrag nun am Dienstag oder Mittwoch kommender Woche unterzeichnet werden. Derweil äußerten sich die spanische Regierung und die Gewerkschaften positiv über das nachgebesserte Angebot von Magna für das Opel-Werk bei Saragossa. In den Verhandlungen seien weitere Fortschritte erzielt worden, hieß es am Freitag in einer Mitteilung. "Für eine Einigung reicht es aber noch nicht." Die Gewerkschaften wollen am Montag über die Magna- Offerte entscheiden. Magna habe erneut zugesichert, die Produktionskapazität des spanischen Standortes beizubehalten. Diese liegt derzeit bei fast 480.000 Autos im Jahr. Der Zulieferer wolle aber nach wie vor rund 1.350 Stellen in dem Werk in Figueruelas streichen, kritisierte der lokale Opel-Betriebsratschef José Juan Arcéiz. "Alle Beteiligten sind sehr gelassen" Trotz der ungelösten Fragen zeigte sich Magna-Gründer Frank Stronach zuversichtlich: Die Chancen stünden gut, dass die Vertragsunterzeichnung nicht mehr lange auf sich warten lasse, wurde Stronach auf der Internetseite des österreichischen Fernsehsenders ORF zitiert: "Ich bin in die Details zwar nicht so involviert, aber innerhalb der nächsten paar Tage wird es vielleicht gehen." Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) sagte in Berlin, es gebe beim Opel-Deal keinen akuten Zeitdruck. Auf ein paar Tage komme es beim Vertragsabschluss nicht an. "Da sind alle Beteiligten sehr gelassen."

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KOMMENTARE


Michael Schröer

16.10.2009 - 15:17 Uhr

Nach diesem Theater sollte sich unsere Regierung überlegen, in welche Richtung wir eigentlich laufen. Wir sollen viel Geld zahlen und andere diktieren uns wofür? Wäre die Bundesregierung ein Firmenchef, wäre sie bereits pleite, weil ihr jeder die Hosen auszieht.Was für einen Sinn macht die Milliardenhilfe, wenn unsere deutschen Opelaner nicht allesamt an Bord bleiben, heißt alle deutschen Werke gerettet werden? Vielleicht sollte man mal die Taktik ändern und sagen Schluss mit lustig, wir gehen von Bord, wenn nicht alle deutschen Werke bleiben. Vielleicht ist die Insolvenz à la Guttenberg ja doch die richtige Lösung. Brüssel scheint ja auch schon Zweifel zu hegen oder vielleicht sogar Mitleid mit Deutschland? Wer weiß?!?


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