Nach Angaben der "Financial Times Deutschland" (FTD) (Donnerstagsausgabe) plant VW eine eigene Fahrzeug-Plattform für Billig-Modelle. Der Konzern benötige diese um in Entwicklungs- und Schwellenländern Fahrzeuge absetzen zu können. "VW kann ohne billige Fahrzeugplattform im Osten nicht antreten. Und die hat der Konzern nicht. Daran wird jetzt erst fieberhaft entwickelt", zitiert die Zeitung eine nicht näher benannte VW-Quelle. Fahrzeuge für 5.000 oder 7.000 Euro könnten zurzeit von VW nicht angeboten werden, heißt es. Das Fehlen einer Billigplattform schwäche den Hersteller im Kampf um Marktanteile in Russland, Indien oder im südostasiatischen Raum. Gerade dieser Bereich ist jedoch für den Konzern besonders wichtig, um seine ehrgeizigen Unternehmensziele (wir berichteten) zu erreichen. Bis 2018, so die Zeitung, sollen China, USA, Brasilien, Russland und Indien 50 Prozent des VW-Absatzvolumens ausmachen. In Indien wie auch in Russland wolle VW 2010 zwar eine Stufenhecklimousine zwischen Polo und Golf anbieten, so die FTD, doch sie basiere auf der Polo-Plattform und sei für Entwicklungsländer schlicht zu überfrachtet mit Technik und daher als Basis zu teuer. An der Plattform-Entwicklung werde seit Februar gearbeitet, der Prozess dauere aber mehrere Jahre, so die Zeitung. Auch das auf der IAA vorgestellte "up!"-Modell solle diese neue Plattform nutzen. (tk)
Zeitung: VW arbeitet an Billig-Plattform
Neue Basis für kostengünstige Modelle zur Erschließung von Schwellenmärkten