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Kommentare () Kommentare (0) 13.10.2009

Restwerte

BMW-Händler ziehen Dekra vor Kadi

Restwerte
BMW-Händler ziehen Dekra vor Kadi
Klage gegen Dekra: Einige BMW-Händler sind mit der Wertermittlung von Leasingrückläufern unzufrieden.
© Foto: AHO-Montage

Sechs Vertriebspartner des weiß-blauen Autobauers haben beim Landgericht Stuttgart Klage gegen den Prüfkonzern eingereicht. Ihr Vorwurf: Verletzung der Gutachterpflichten bei der Wertermittlung von Leasingrückläufern.

Die Restwert-Misere im deutschen Autohandel zieht Kreise: Eine Gruppe von BMW-Vertriebspartnern hat Klage gegen den Prüfkonzern Dekra erhoben. Die Händler werfen dem Dienstleistungsunternehmen vor, seine Gutachterpflichten bei der Wertermittlung von Leasingrückläufern verletzt zu haben. Beim Landgericht Stuttgart seien in diesem Zusammenhang insgesamt sechs Verfahren anhängig, teilte ein Gerichtssprecher gegenüber AUTOHAUS Online mit. Die Dekra reagierte gelassen auf die Anschuldigung. "Wir sehen die Klagen als unbegründet an", sagte Dekra Automobil-Chef Clemens Klinke auf Anfrage. Mit Hinweis auf die laufenden Verfahren lehnte er weitere Kommentare ab. Branchenkreisen zufolge sind die Klagen weder mit BMW noch dem Händlerverband abgestimmt. Von beiden Parteien war dazu keine Stellungnahme zu erhalten. Karsten Engel, Deutschland-Vertriebschef des Münchner Autobauers, billigte dem Händler-Protest jedenfalls "keine Chance auf Erfolg" zu. Es habe eine Zeit gegeben, als Händler mit Restwerten gut Geld verdienten. Auf dem 10. Tag der Automobilwirtschaft in Nürtingen hatte Engel die Hoffnung geäußert, dass sich die Gebrauchtwagenpreise nach Auslauf der Umweltprämie wieder stabilisieren könnten. In der BMW-Vertriebsorganisation ist die Dekra damit beauftragt, den von der herstellereigenen Leasinggesellschaft (BMW Leasing) gemeldeten Fahrzeugdaten Marktpreise gegenüberzustellen, die dann die Basis für die von den Händlern zu zahlenden Ankaufspreise sind. Nach Ansicht der klagenden Händler sind die so ermittelten Preise allerdings nicht marktkonform. Vor Klageerhebung hatten sie mehrfach versucht, eine Anpassung der Prozesse durchzusetzen. Alternative Marktpreisberechnung gefordert Wie von mit den Vorgängen betrauten Personen zu erfahren war, mahnte die Dekra bei BMW bereits ein alternatives Verfahren zur Ermittlung der Marktpreise in Zeiten volatiler Märkte an. Zudem sollte die Darstellung der Rechendaten so modifiziert werden, dass das Prüfunternehmen nicht mehr als Urheber auftritt. Änderungen seien allerdings bislang noch nicht vorgenommen worden, hieß es. (rm/rp)

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