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"DriveNow": BMW steigt mit Sixt ins Carsharing ein

"DriveNow"
BMW steigt mit Sixt ins Carsharing ein
"DriveNow": Sixt-Vorstand Detlev Pätsch (li.) und BMW Vertriebschef Ian Robertson wollen Carsharing mehrheitsfähig machen.
© Foto: Doris Plate/AUTOHAUS Online

Nach Daimler holt jetzt auch der weiß-blaue Rivale das Teilzeit-Auto aus der Öko-Nische. Das neue Mobilitätskonzept "DriveNow" geht im April in München an den Start, wenig später folgt Berlin.

Die BMW Group und Sixt planen ein neues Carsharing Angebot. Unter der Titel "DriveNow" wollen die beiden Unternehmen ab April 2011 zunächst in München und später in Berlin ein Mobilitätskonzept anbieten. Dabei sollen sich BMW-Fahrzeuge überall dort anmieten und abstellen lassen, wo Kunden sie benötigen.

An dem Joint Venture sind der Autobauer und der Vermieter zu jeweils 50 Prozent beteiligt. BMW bringt dabei vor allem die Fahrzeuge und die Technologie im Auto ein. Sixt stellt Service, Vermiet-Know-how, IT-Systeme sowie ein flächendeckendes Stationsnetzwerk zur Registrierung der Kunden zur Verfügung.

BMW-Vertriebsvorstand Ian Robertson erklärte am Montag in München, dass seine Marke damit "dem zunehmenden Bedarf an flexiblen Mobilitätsangeboten im urbanen Umfeld" Rechnung tragen wolle. "Wir wollen dadurch ein profitables neues Geschäftsfeld eröffnen und zugleich neue potentielle Kunden an unsere Marke heranführen", betonte er.

Für DriveNow werden keine Annahme- und Rückgabestationen benötigt. Kunden können verfügbare Fahrzeuge im Internet, über eine Smartphone-App oder auf der Straße finden. Die Fahrzeuge werden mit einem Chip auf dem Führerschein geöffnet und verschlossen sowie per Startknopf gestartet. Den Chip erhält der Kunde nach der Registrierung in der Sixt-Station. Die Registrierungsgebühr beträgt 29 Euro. Für die Nutzung wird ein Minutentarif von 29 Cent berechnet, in dem sämtliche Kosten wie Parkgebühren und Kraftstoff enthalten sind.

In München startet DriveNow mit rund 300 BMW 1er und Mini-Modellen. Abgestellt werden dürfen die Fahrzeuge innerhalb des Mittleren Rings auf ca. 60.000 von der Stadt München ausgewiesenen so genannten "Mischparkplätzen", auf denen ansonsten nur Bewohner und deren Besucher zugelassen sind. Die Kunden sollen im Schnitt höchstens 500 Meter zum nächsten verfügbaren Fahrzeug laufen müssen. In Berlin ist der Start mit rund 500 Fahrzeugen geplant.

Ziel: Eine Million Nutzer bis 2020

Noch in diesem Jahr soll das Konzept dann mindestens in eine weitere europäische Großstadt gebracht werden. Darüber hinaus sollen künftig auch Elektroautos zum Einsatz kommen. Sixt-Vorstand Detlev Pätsch will bis 2020 eine Million Mitglieder für das Carsharing-Konzept gewinnen. "Wir spüren, dass hier ein neuer Markt entsteht, der unsere Mobilität in absehbarer Zukunft deutlich verändern wird", sagte Pätsch.

Konkurrent Daimler ist in das Geschäftsfeld mit der Kurzzeitnutzung von Autos bereits 2008 eingestiegen und hatte sein Projekt "Car2Go" zunächst in Ulm getestet und zusammen mit dem Autovermieter Europcar inzwischen auf Hamburg ausgeweitet (wir berichteten). Auch Sixt hat mit dem Sixti Car Club schon Erfahrung mit dem Carsharing gesammelt und will das Geschäft durch den Zusammenschluss mit BMW ausweiten. Doch auch die ausländische Konkurrenz schläft nicht: Peugeot will nach einer Testphase in Berlin sein Miet-Konzept "Mu" in ganz Deutschland anbieten. (dp/rp)

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