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Joint-Venture: BMW und PSA besiegeln Hybriddeal

Joint-Venture
BMW und PSA besiegeln Hybriddeal
BMW produziert künftig gemeinsam mit PSA auch Hybridkomponenten.
© Foto: BMW
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Das Joint-Venture "BMW Peugeot Citroën Electrification" soll Mitte dieses Jahres seine Arbeit aufnehmen. Von der gemeinsamen Entwicklung und Produktion versprechen sich die Konzerne große Kostenvorteile.

BMW und PSA Peugeot Citroën weiten ihre Zusammenarbeit wie angekündigt auf Hybridsysteme aus. Die Konzernchefs Norbert Reithofer und Philippe Varin unterzeichneten am Dienstag ein Abkommen über den Aufbau eines Joint-Venture mit dem Namen "BMW Peugeot Citroën Electrification". Beide Autobauer würden zu gleichen Teilen an dem Gemeinschaftsunternehmen beteiligt sein, teilten die Unternehmen am Mittwoch mit. Über finanzielle Details des Deals machten sie keine Angaben. Erste Fahrzeuge mit den neuen Hybridkomponenten sollen ab 2014 auf den Straßen rollen.

"BMW Peugeot Citroën Electrification" wird den Angaben zufolge ab dem zweiten Quartal 2011 Hybridkomponenten entwickeln und produzieren. Dazu gehören Hochvoltspeicher, Elektromotoren, Generatoren, Leistungselektronik und Ladegeräten ebenso wie die Software für Hybridsysteme. "Dieses Gemeinschaftsprojekt ermöglicht uns umfassende Kostenvorteile im Bereich der Elektrifizierung und stellt einen wichtigen Schritt in Richtung auf eine nachhaltige Mobilität dar", betonte Reithofer.

Geführt wird das neue Joint-Venture von einer Doppelspitze: Wolfgang Güllich, derzeit verantwortlich für die Einkaufsstrategie von BMW, wird Vorsitzender der Geschäftsführung und Jean Leflour, Leiter Kundenzufriedenheit und Qualitätsplanung bei PSA, wird Geschäftsführer.

"BMW und Peugeot-Citroën sind gegenwärtig nicht gerade als Vorreiter der Hybridtechnologie zu bezeichnen", so NordLB-Analyst und Autoexperte Frank Schwope in ersten Reaktion. Die Zusammenarbeit eröffne aber die Möglichkeit, Kräfte zu bündeln und gleichzeitig Kosten zu teilen. Gerade BMW sei wegen seiner vergleichsweise geringen Größe künftig verstärkt auf solche Allianzen angewiesen.

Komponentenverkauf auch an Dritte

Durch das Schaffen einer offenen Plattform für diese Technologien wollen die Konzerne darüber hinaus die Strukturierung der europäischen Industrie auf dem Gebiet der Hybridisierung forcieren. Das Joint-Venture werde dabei auch Entwicklungsaufträge an Lieferanten vergeben und die Teile gegebenenfalls auch anderen Unternehmen anbieten, hieß es.

BMW und PSA arbeiten seit Jahren bei Motoren eng zusammen. Seit 2006 haben sie gemeinsam mehr als 1,8 Millionen Motoren gebaut, die unter anderem bei Mini und bei Peugeot und Citroën eingebaut werden. (rp)

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