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Autoverbände warnen vor Kostensteigerung

Brexit
Autoverbände warnen vor Kostensteigerung
Die europäischen Autoverbände warnen vor steigenden kosten für Autos durch den Brexit.
© Foto: picture alliance / Eventpress
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Die europäische Autoindustrie erwartet steigende Preise für Autos nach dem EU-Austritt Großbritanniens. Gründe könnten nicht nur Zölle, sondern auch Warenkontrollen an den Grenzen und unterschiedliche Vorgaben sein.

Die europäische Automobilindustrie fürchtet steigende Kosten nach dem EU-Austritt Großbritanniens. "Der Verkaufspreis für Autos könnte durchaus steigen", sagte die Generalsekretärin des Zuliefererverbands Clepa, Sigrid de Vries, am Donnerstag in Brüssel. Sie äußerte sich mit Blick auf den EU-Sondergipfel zum Brexit an diesem Samstag, bei dem die Staats- und Regierungschefs der 27 verbleibenden EU-Staaten ihre Positionen für die anstehenden Verhandlungen mit Großbritannien festzurren wollen.

Betriebe der Branche seien über Ländergrenzen hinweg eng miteinander verflochten, erläuterte der Generalsekretär des europäischen Autoverbands Acea, Erik Jonnaert. Ein Fahrzeug besteht nach Angaben der Verbände im Schnitt aus etwa 30.000 Teilen, die in unterschiedlichen Ländern produziert und zusammengesetzt werden. Die Einführung von Zöllen zwischen Großbritannien und den dann 27 EU-Staaten könnten daher auch Autokäufer zu spüren bekommen.

Warenkontrollen an den Grenzen und unterschiedliche Vorgaben könnten sich demnach ebenfalls im Preis niederschlagen. Großbritannien dürfte im Frühjahr 2019 die EU verlassen, bis dahin müssen sich beide Seiten über die künftigen Handelsbeziehungen einig werden.

Die anderen EU-Staaten haben im vergangenen Jahr 2,4 Millionen Fahrzeuge im Wert von etwa 42 Milliarden Euro nach Großbritannien exportiert, was 31 Prozent des gesamten Ausfuhrwerts entspricht. Großbritannien führte seinerseits knapp 909.000 Fahrzeuge im Wert von etwa 16 Milliarden Euro in die Rest-EU aus, ein Anteil von 43 Prozent des Exportvolumens. Welcher Anteil der in den anderen EU-Staaten verkauften Wagen ganz oder teilweise in Großbritannien produziert wurde, konnten die Verbandsvertreter zunächst nicht sagen. (dpa)

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