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Corona-Krise: Jaguar Land Rover will Margen und Boni monatlich auszahlen

Corona-Krise
Jaguar Land Rover will Margen und Boni monatlich auszahlen
© Foto: Jaguar Land Rover Deutschland
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Jaguar Land Rover Deutschland will die Liquidität im Handel aufrechterhalten. Dafür sollen im zweiten Quartal Marge und Boni monatlich ausgezahlt werden. Eine Maßnahme fehlt aber im Hilfspaket.

Von Doris Plate/AUTOHAUS

Jaguar Land Rover Deutschland will die Liquidität seiner Händler aufrechterhalten, um gemeinsam und so gut es geht durch die Corona-Krise zu steuern. Deshalb wurde ein Maßnahmenpaket aufgelegt, das ab sofort gilt. Das teilte eine Sprecherin auf Anfrage von AUTOHAUS mit.

So werden die Quartalsziele für den Verkauf von Neuwagen für das zweite Quartal für alle Partner als erfüllt gewertet werden. Auch die Jahresziele sollen, sobald die Lage wieder einschätzbar wird, überprüft werden. Marge und Boni werden für das erste und zweite Quartal komplett ausgezahlt, im zweiten Quartal sogar monatlich.

Die Zahlungen für finanzierte Fahrzeuge, das heißt Kunden-, Lager- und Vorführwagen werden verschoben, mindestens 60 bis 120 Tage. Außerdem werden die Restwerte in allen Fällen abgesichert. Kreditlinien der FCA Bank können auf Anfrage erhöht werden. Alle Präsenzschulungen sind bereits vor Wochen eingestellt worden. Online-Schulungen werden fortgeführt. Wichtige technische Schulungen für die neuen Modelle werden aktuell online vorbereitet.

Es bleibt bei der Schauraum-Verpflichtung

Obwohl die Produktion in Österreich und der Slovakei vorübergehend beendet wurde, sei die Einführung des Land Rover Defender sichergestellt, hieß es aus Kronberg. Die Werke in Großbritannien schließen bis zum 20. April. Das Werk in China hat die Arbeit dagegen wieder aufgenommen.

Die Vorführwagenverpflichtung wird den Angaben zufolge bis einen Monat nach Wiedereröffnung der Showrooms ausgesetzt, das heißt Vorführwagen, die die maximale Haltedauer überschreiten, können verlängert werden. Händler haben bis zu einem Monat nach der Schauraum Wiedereröffnung Zeit, diese zu ersetzen.

Nicht entschließen konnte sich Jaguar Land Rover Deutschland aber zum Entfall der Schauraum-Verpflichtung. Es bleibt dabei, dass jeder Partner eine gewisse Anzahl von Ausstellungsfahrzeugen im Laden stehen haben muss. Wie AUTOHAUS aus Händlerkreisen erfuhr, ist dies insofern nicht besonders händlerfreundlich, weil der Importeur derzeit eine Zulassungsprämie auslobt, um die Zulassungszahlen in diesem Quartal noch zu erhöhen.

Da bei den Engländern das Geschäftsjahr nach diesem Quartal endet, scheint dies Jaguar Land Rover Deutschland besonders wichtig sein. Deshalb räumt man den Partnern die Möglichkeit ein, diese Zulassungsprämie zu nutzen, auch wenn viele Zulassungsstellen derzeit geschlossen sind. Extra dafür wurde die Möglichkeit geschaffen, die Fahrzeuge im System auszumelden –auch wenn sie physisch noch da sind. Weil die Verpflichtung erhalten bleibt, muss der Händler – falls ein solches Fahrzeug im Showroom steht – ein anderes nachziehen, um die Minimumstandards nicht zu unterschreiten und damit die Voraussetzungen für den Erhalt der variablen Marge nicht zu erfüllen.

VDJL verzichtet vorerst auf Mitgliedsbeiträge

Wie aus dem Handel zu hören ist, ist dies ein kleiner Wermutstropfen, der allerdings nicht zu schwer wiegt, weil in den meisten Betrieben genügend Lagerfahrzeuge vorhanden sind, um diese Verpflichtung zu erfüllen. Dennoch ist die Lage in Betrieben sehr ernst. Deswegen hat sich der Vorstand des Verbandes der deutschen Jaguar Land Rover-Vertragspartner (VDJL) entschieden, vorerst keine Mitgliedsbeiträge zu berechnen. Bei einer Mitgliederversammlung im Herbst soll dann entschieden werden, wie weiter vorgegangen wird. So steht es in einem Rundschreiben, das AUTOHAUS vorliegt.

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