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Autokrise: Daimler und BMW rücken enger zusammen

Autokrise
Daimler und BMW rücken enger zusammen
Es wird erwartet, dass Daimler-Chef Zetsche am Dienstag zu den Kooperationsplänen mit BMW Stellung nehmen wird.
© Foto: Michael Gottschalk / ddp

Nach einem Medienbericht sind weitere Kooperationsverträge zwischen den beiden Erzrivalen unterschriftsreif. "Alles unterhalb einer kapitalmäßigen Verflechtung" ist denkbar. Die Hersteller halten sich noch bedeckt.

Die Krise beschleunigt nach Medieninformationen die Kooperation von Daimler und BMW. Die "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS) schreibt, die ersten Verträge zwischen den beiden Erzrivalen seien bereits unterschriftsreif. Jede Art der Kooperation, die der Kunde nicht bemerke und die somit der Akzeptanz der Marke nicht schade, sei denkbar, zitiert das Blatt ranghohe Manager. "Alles unterhalb einer kapitalmäßigen Verflechtung" sei denkbar. Ein Sprecher von Daimler erklärte am Sonntag, der Konzern kommentiere den Bericht nicht. Er verwies auf die Bilanz-Pressekonferenz am Dienstag in Stuttgart. Nach Angaben von BMW sind beide Unternehmen bereits seit einiger Zeit in Gesprächen über eine weitere Zusammenarbeit. "Das ist nichts Neues", sagte ein Sprecher am Sonntag in München. Konkrete Pläne gebe es derzeit aber nicht. Bislang arbeiteten beide Konzerne bereits bei der Entwicklung von Hybrid-Antrieben und im Einkauf zusammen. "Allein durch eine Zusammenarbeit im Antriebsbereich könnten die beiden Hersteller rund 20 Prozent einsparen", sagte der Autoexperte Willi Diez am Montag. Dies sei besonders wichtig, weil in diesem Segment in den nächsten Jahren hohe Kosten auf die Hersteller zukämen. "Jeder muss seine Antriebspalette überarbeiten. Dies gilt nicht nur für Hybrid, Elektromotoren und Brennstoffzellen, sondern vor allem auch für die Optimierung von Benzin- und Dieselfahrzeugen." Großes Einsparpotenzial sehe er vor allem bei Sechs- und Achtzylindermotoren. "Hier hat jeder für sich bisher relativ kleine Stückzahlen." "Zylinderfraktion verliert an Rückhalt" Bisher wurden die Verhandlungen, die sich seit Monaten hinziehen, von den Eitelkeiten der Techniker auf beiden Seiten gebremst, schreibt die Sonntagszeitung. Diesen Widerstand wollten die Vorstände unter dem Eindruck der Krise brechen. So erging bei BMW eine klare Direktive von oben, die technikverliebten Nörgler in die Schranken zu weisen, schreibt das Blatt. "Mit jedem Tag, den die Krise länger dauert, verliert die Zylinder-Fraktion an Rückhalt", wird ein Manager zitiert.


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