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Jubiläumsfeier: "Das Auto ist in einer echten Umbruchphase"

Jubiläumsfeier
"Das Auto ist in einer echten Umbruchphase"
Dieter Zetsche begrüßte u.a. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Stefan Mappus zur Jubiläumsfeiert in Stuttgart.
© Foto: Daniel Kopatsch/ dapd

Daimler ist nach dem Ende der Autokrise wieder dick im Geschäft. Als Erfinder des "heiligen Blechles" will der Stuttgarter Premiumhersteller auch bei der Entwicklung von alternativen Antrieben den Takt angeben.

Zur großen Geburtstagsparty kamen Bundeskanzlerin Angela Merkel, Kaiser Franz Beckenbauer und Boris Becker nach Stuttgart. Per Videobotschaft überbrachten Clint Eastwood, Karl Lagerfeld und Joachim Löw ihre Glückwünsche - Daimler hatte zum 125. Geburtstag des Autos geladen. Vorstandschef Dieter Zetsche nutzte die Gunst der Stunde, den Premiumhersteller auch bei den alternativen Antrieben als Taktgeber zu positionieren: "Als Erfinder des Automobils hat Daimler den Anspruch, die Zukunft der Mobilität von der Spitze weg zu gestalten."

Mit einer spektakulären Aktion wollen die Schwaben ihre Innovationskraft unter Beweis stellen. Passend zur Auto-Gala mit einer Mischung aus Musik und Show wurde der Startschuss für eine 30.000 Kilometer lange Fahrt einer Mercedes-B-Klasse mit Brennstoffzellenantrieb gegeben. In 125 Tagen soll der Kompaktwagen durch 14 Länder und vier Kontinente unterwegs sein und mit dem Test den hohen Reifegrad der Technologie belegen.

Indirekt wird mit der Aktion aber auch der Finger in eine Wunde gelegt, die es bei der Suche nach den alternativen Antrieben der Zukunft gibt: Da die Fahrzeuge statt Benzin und Diesel künftig Wasserstoff und Strom benötigen, ist ein entsprechend flächendeckendes Tankstellennetz erforderlich. Diese offene Flanke sprach auch Merkel am Samstagabend vor den rund 1400 Gästen an: Beim E-Antrieb zeigten erste Modellversuche zwischen Elektrizitätsunternehmen und Autobauern zwar schon in die richtige Richtung. Bei der Bereitstellung der erforderlichen Infrastruktur dafür gebe es aber noch reichlich Luft nach oben.

Merkel: Industrie soll "einen Zahn zulegen"

Die Autoindustrie sei zwar eine wesentliche Säule des Wohlstands in Deutschland, lobte die Kanzlerin, die mit Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus (beide CDU) in einer S-Klasse-Limousine bei der Gala vorgefahren war. In den nächsten zehn Jahren werde sich jedoch die Zukunft der Branche entscheiden. "Das Auto ist in einer echten Umbruchphase", betonte Merkel. "Die Welt freut sich auf deutsche Erfindungen. Die Welt wartet aber nicht auf deutsche Erfindungen."

Sie sei zuversichtlich, dass die deutsche Autoindustrie auch in 125 Jahren an der Spitze mitfahre. Es werde aber notwendig sein, "dass wir in den nächsten Jahren eher einen Zahn zulegen, als dass wir uns auf unseren Erfolgen ausruhen können."

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Daimler feiert 125. Geburtstag des Autos
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