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E-Auto-Marktanteil: Deutschland abgeschlagen auf Platz 13

E-Auto-Marktanteil
Deutschland abgeschlagen auf Platz 13
In Deutschland waren laut Studie mehr als neun von zehn (91 Prozent) verkauften Neuwagen im Jahr 2019 Verbrenner.
© Foto: XtravaganT/stock.adobe.com
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Deutschland liegt beim Marktanteil von Elektroautos deutlich hinter anderen großen Industrieländern. Möglicher Grund: Die praktischen Hürden sind für viele noch zu hoch.

Deutschland hängt beim Absatz von E-Autos im weltweiten Vergleich hinterher. Zu diesem Ergebnis kommt das Beratungsunternehmen Bearing Point in einer vergleichenden Marktübersicht von 33 Industrie- und Schwellenländern. Demnach waren in Deutschland mehr als neun von zehn (91 Prozent) verkauften Neuwagen im Jahr 2019 Verbrenner. Lediglich 1,8 Prozent der Verkäufe hierzulande entfielen auf rein elektrische Fahrzeuge (BEV). Damit liegt Deutschland in dem internationalen Vergleich auf Platz 13.

Angeführt wird die Rangliste von Norwegen mit einem BEV-Marktanteil von 42 Prozent. Danach folgen die Niederlande (14 Prozent) sowie die USA (fünf Prozent), China (4,5 Prozent) und Schweden (4,4 Prozent). Betrachtet man die absoluten Zahlen, liegt China mit rund 972.000 Fahrzeugen vorne. Danach folgen die USA mit 240.000 und Deutschland mit 63.000 Fahrzeugen.

Als Grund für den im internationalen Vergleich sehr niedrigen E-Auto-Marktanteil nennt Bearing Point praktische Hürden im Alltag. "Die aktuelle Leistung der BEV stellt viele potenzielle Autokäufer noch nicht zufrieden. Die Reichweite ist oft zu gering und das Angebot der großen Autohersteller bei E-Modellen noch sehr überschaubar. Auch lässt die öffentliche Ladeinfrastruktur zu wünschen übrig“, konstatiert Stefan Penthin, Globaler Leiter Automotive bei Bearing Point. Das Beispiel der anderen Länder zeige, dass diese praktischen Hürden der Schlüssel seien, um die Nachfrage nach E-Autos auch hierzulande anzukurbeln.

Pandemie als Treiber für E-Mobilität

Mit Blick auf die Zukunft sieht Bearing Point Deutschland allerdings auf einem guten Weg: "Die Pandemie kann den Durchbruch für E-Autos bringen", so Penthin. Denn bedingt durch die Krise erlebe der Individualverkehr aktuell eine Renaissance und die staatlichen Kaufprämien für E-Autos sowie die Mehrwertsteuersenkungen und Verkaufsprogramme der Hersteller seien gut geeignet, um Verbraucher zum Kauf von E-Autos zu animieren. Das Beispiel Norwegen, wo der Staat die E-Mobilität massiv fördert, zeige, dass staatliche Fördermaßnahmen wirksam seien. Gleichwohl gelte es nach wie vor, die Rahmenbedingungen, wie etwa die Ladeinfrastruktur oder die Modellpalette zu verbessern.

In den ersten acht Monaten 2020 kamen nach Angaben des Herstellerverbands VDA 163.139 elektrifizierte Pkw neu auf die Straße, der Marktanteil beträgt 9,2 Prozent. Insgesamt liegt der Bestand an E-Autos in Deutschland nun bei rund 318.000 Fahrzeugen (Stand: 1. Juli). (aw)


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