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Elektroautos: VW drückt aufs Tempo

Elektroautos
VW drückt aufs Tempo
VW ID.3
Im November lief im VW-Werk in Zwickau die Produktion des ID.3 an.
© Foto: VW
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Mit Milliarden-Investitionen in die E-Flotte ist die Priorität bei Volkswagen klar gesetzt. Kurz vor dem Jahreswechsel steuert der Autobauer noch mal nach und will angestrebte Ziele schneller erreichen. 2020 soll dabei das Schlüsseljahr werden.

Volkswagen will bei Produktion und Verkauf von Elektroautos schneller vorankommen als bisher geplant. Das Ziel von einer Million produzierten E-Autos soll nun Ende 2023 und damit zwei Jahre früher als angepeilt erreicht werden, wie der Dax-Konzern am Freitag in Wolfsburg mitteilte. Für das Jahr 2025 strebt das Unternehmen nun 1,5 Millionen produzierte Elektroautos der neuen ID-Familie an.

Erst im November war im VW-Werk in Zwickau die Produktion des ID.3 angelaufen. Ab 2021 sollen dort bis zu 330.000 E-Fahrzeuge pro Jahr vom Band laufen. Die Wolfsburger wollen sich mit ihrem ersten vollelektrischen Fahrzeug im Massengeschäft für E-Autos etablieren. Das Fahrzeug soll auch die Grundlage für weitere Varianten mit alternativem Antrieb werden.

Volkswagen will im Markt für E-Autos zum Weltmarktführer werden und damit Konkurrenten wie den US-Konzern Tesla abhängen. Wenn es nach den Vorstellungen von VW läuft, soll das ab dem Sommer auf den Straßen in Europa sichtbar werden. "Das Jahr 2020 wird ein Schlüsseljahr für die Transformation von Volkswagen", sagte E-Mobilitäts-Vorstand Thomas Ulbrich.

33 Milliarden Euro investiert VW in die E-Mobilität

Bis 2024 will die Kernmarke des weltgrößten Autobauers wie bereits bekannt elf Milliarden Euro in den Ausbau der E-Mobilität stecken, konzernweit sind es 33 Milliarden Euro. Nach dem Umbau in Zwickau will Volkswagen die Fertigungen in Emden und Hannover "transformieren". Auch in China und in den USA sollen Standorte teilweise oder ganz von Verbrenner- auf Elektrofertigung umgestellt werden.

Allerdings blickte Konzernchef Herbert Diess zuletzt auf ein schwächelndes globales Autogeschäft, mit zurückgehenden Verkäufen in etlichen Ländern. "Konjunkturell verdichten sich die Alarmsignale aus China und den USA", sagte Diess Mitte Dezember im Wolfsburger Stammwerk. Auch als Reaktion darauf sei entscheidend, die Investitionen in E-Mobilität und Digitalisierung weiter voranzutreiben.

"Wir müssen die wichtigsten Komponenten des Autos - Batterien und Software - selbst herstellen können. Wir müssen hier nachhaltig Kompetenz aufbauen", sagte Diess vor Mitarbeitern. Als eine Weiche dafür gilt bei VW eine 16-Gigawattstunden-Batteriezellfabrik, die ab 2020 in Salzgitter entstehen soll. Der Start der Produktion ist für den Jahreswechsel 2023/2024 geplant. Dazu hat VW ein Joint-Venture mit dem schwedischen Batteriehersteller Northvolt gegründet. (dpa)

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