Nachrichten
Nachrichten
Kommentare () Kommentare (0) 22.10.2009

Verkehr der Zukunft

EU testet selbständig fahrende Autos

Verkehr der Zukunft
EU testet selbständig fahrende Autos
EU-Projekt Sartre: Organisierter Kolonnenverkehr
© Foto: Volvo

Der schwedische Autobauer Volvo beteiligt sich am neuen EU-Projekt "Sartre", das ein Konzept für organisierten Kolonnenverkehr auf Autobahnen entwickelt. 2011 sollen erste Testfahrzeuge im Einsatz sein.

Unter der Bezeichnung "Sartre" (Safe Road Trains for Environment) hat die Europäische Union jetzt ein neues Forschungsprojekt für eigenständig fahrende Automobile gestartet. Neben dem SP Technical Research Institut of Sweden und dem Institut für Kraftfahrzeuge der RWTH Aachen beteiligt sich auch Volvo an dem Konzept. Nach Angaben des schwedischen Herstellers entwickeln und testen die Beteiligten eine Technologie, mit deren Einsatz Fahrzeuge künftig eigenständig im Kolonnenverkehr auf Autobahnen fahren können. Nach Vorstellung der Forscher soll dies zu einem verbesserten Verkehrsfluss, kürzeren Fahrzeiten, mehr Komfort und weniger Unfällen führen. Zugleich sorge das Fahren im Verband für eine deutliche Senkung des Spritverbrauchs sowie der CO2-Emissionen, hieß es. Die ersten Testfahrzeuge mit der neuen Technologie sollen bereits 2011 zum Einsatz kommen. Das Konzept sieht vor, dass sich Autos auf der Autobahn bei normaler Geschwindigkeit zu einem Konvoi zusammenschließen. Nach wenigen Minuten kann der Fahrer das Lenkrad loslassen, während sein Pkw vollkommen selbstständig fährt. Jeweils sechs bis acht Wagen folgen dabei einem Führungsfahrzeug, etwa einem Taxi, Bus oder Lkw. Sobald sich ein Fahrer seinem individuellen Ziel nähert, übernimmt er wieder selbst das Steuer und verlässt die Kolonne. Keine Eingriffe in bestehende Infrastruktur Die "Sartre"-Entwickler arbeiten hauptsächlich daran, den Pkw-Betrieb ohne Eingriff des Fahrers zu ermöglichen. Fahrzeuge sollen selbsttätig Gas geben, bremsen und lenken. Die notwendige Ausstattung umfasst den Angaben zufolge ein Navigationssystem sowie eine Sende- und Empfangseinheit, die mit dem Führungsfahrzeug kommunizieren. Da das neue System in die Fahrzeuge integriert werde, seien keine Änderungen der Verkehrsinfrastruktur erforderlich, hieß es. "Sartre" wird von der EU-Kommission unterstützt. Es wurde im September dieses Jahres gestartet und hat eine Laufzeit von drei Jahren. Geleitet wird das Projekt von Ricardo UK, einem britischen Technologie-Anbieter im Transportbereich. (se)

Bildergalerie
Forschungsprojekt "Sartre"
Artikel jetzt ...

© Copyright 2018 AUTOHAUS online

Kommentar
Ihr Kommentar zum Artikel
Ihr Kommentar zum Artikel

AUTOHAUS ist ein Fachmedium für die Automobilwirtschaft. Die qualifizierte Meinung unserer Online-Nutzer zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen.
Vielen Dank!

Artikel jetzt ...

mit anderen teilen per

© Copyright 2018 AUTOHAUS online

Newsletter
Newsletter
Schon gelesen?
Die Top-Nachrichten