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Fahrbericht i30 Turbo: Hyundai lässt Muskeln spielen

Längst steht der Hyundai i30 auf dem Golf-Platz mit vorn in der ersten Reihe. Nur bei Lust und Leidenschaft musste der Konkurrent aus Korea bislang passen.
© Foto: Hyundai

Längst steht der Hyundai i30 auf dem Golf-Platz mit vorn in der ersten Reihe. Lust und Leidenschaft soll jetzt ein neuer Turbo bringen. Aber der Reis ist nicht heiß, sondern allenfalls lauwarm.


Datum:
22.05.2015
2 Kommentare

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Von Benjamin Bessinger/sp-x

Hyundai lässt die Muskeln spielen. Denn nachdem die Koreaner ihren i30 in der Kompaktklasse mit unermüdlichem Fleiß, piekfeiner Qualität und jeder Menge solider Technik in die erste Reihe gespielt haben, wollen sie jetzt neben der Vernunft auch das Vergnügen bedienen: "Wenn uns etwas fehlt, dann die Emotionen und der Esprit", hat Deutschland-Chef Markus Schrick erkannt und hofft deshalb auf den neuen i30 Turbo, der den Golf GTI ins Visier nehmen soll: 186 PS stark und 23.850 Euro teuer, kommt er in diesen Tagen zu den Händlern.

Ähnlich wie das bis zu 230 PS starke Vorbild aus Wolfsburg pflegt auch der koreanische Kraftmeier dabei einen vergleichsweise dezenten Auftritt: Man muss schon ziemlich genau hinschauen, wenn man den Bodybuilder an der rote Lippe unter dem Chromring um den Kühler, den schmucken 18-Zöllern und die beiden reichlich pubertären Endrohren erkennen will. Innen sieht das übrigens nicht viel anders aus: Ein roter Ring um den Startknopf, die rote Plakette im Schaltknauf, feurige Zierstreifen in den etwas tiefer ausgeschnittenen Sitzen, farbige Nähte im Lenkrad und ein schwarzer Stoff am Himmel – fertig ist das Sportmodell.

Macht nichts, dafür waren die Koreaner unter dem Blech umso gründlicher. Denn statt bislang 135 PS leistet der 1,6 Liter-Motor mit Hilfe des Turbos jetzt 186 PS und wuchtet bis zu 265 Nm auf die breiten Vorderräder. Dazu gibt es ein strammer abgestimmtes Fahrwerk und eine direktere Lenkung, der man die Abstimmung auf der Nordschleife durchaus anmerken kann. Zwar ist der i30 damit spürbar sportlicher, wirkt aufgeweckter und ein bisschen aufgeregter. Und mit einem Sprintwert von 8,0 Sekunden und bei Vollgas 219 km/h fährt man in der Golf-Klasse ein gutes Stück nach vorn.

Späte Kraftentfaltung

Doch so richtig heiß um Herz wird einem auch beim Turbo nicht. Dafür klingt der Motor noch zu kühl und entfaltet seine Kraft viel zu spät und zu kalkuliert. Für quietschende Reifen muss man sich beim Anfahren schon ganz schön anstrengen. Selbst auf kurvigen Kursen lässt sich der i30 nur mit viel Übermut ESP aus der Reserve locken. Und warum es den Motor im Veloster mit, im i30 aber nur ohne Doppelkupplung gibt, das muss man nicht verstehen. Breitensport geht irgendwie anders.

Dabei mangelt es dem i30 Turbo nicht an Ambitionen. Das konnte man gerade erst am letzten Wochenende wieder erleben. Denn noch bevor der i30 Turbo zu den Händlern kommt, musste er sich bei einer ausgewählt harten Prüfung bewähren – als Dienstwagen von Deutschlandchef Schrick beim 24-Stunden-Rennen auf der Nordschleife.


Hyundai i30 Turbo

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KOMMENTARE


Mr. Mr.

22.05.2015 - 13:11 Uhr

LOL..., da kann ich mir das Lachen nicht verkneifen! Ein Sportwagen wird von Hyundai gebaut und sogleich (bestimmt von einem VW-Fahrer) niedergeschrieben. Da freut sich der Schrick einen ersten Sportwagen präsentiert zu haben und der festgestellte Mangel ist - dass er nicht Breitensport tauglich ist. LOL..., ein Fahrzeug für Individualisten mit Breitensport in Verbindung zu bringen ist lächerlich. Wie wäre es denn dann noch mit einem Diesel (natürlich auch noch als Automatik) oder gar einem Kombi? Der größte Mangel ist freilich, das es dem Schrick nicht gelingen mag, seinen Kunden ein Cabrio hinzustellen. Oder... oder ... oder ... bla bla bla! Solche Artikel kenne ich zur genüge, wo was anerkannt werden muß, aber man darf den Hersteller nicht zu gut aussehen lassen, den VW ist das Maß aller Dinge! Ach hatten die nicht jetzt gerade 6 Monate hintereinander Verluste eingefahren und ist da nicht alles Rückläufig (inkl. Aktie), sind da nicht Machtkämpfe gewesen? Und Hyundai mit dem größten plus in Europa seit Jahren im Gegensatz dazu, hmmm mal überlegen was besser ist? Ach auch Kia, Renault, Nissan und andere verzeichnen Plus - nur einer nicht! LOL! Vielleicht hätten die bei VW nicht so viele Pferde satteln sollen...


Max

09.06.2015 - 13:01 Uhr

Sorry aber fahren Sie den Wagen erstmal. Ich hatte ihn 2 Tage und habe mich dann gegen den Wagen entschieden, da der Motor viel zu lahm ist und der Wagen keinen Spaß macht. Vorher hatte ich das I30 Coupe mit 135 PS Benziner, wollte dann auf den Turbo umsteigen weil ich mehr Leistung wollte was Hyundai aber nicht schafft. Geworden ists dann ein gebrauchter Audi A3 mit nem richtigen Motor und das ohne ne Sportversion ;)


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