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Ulm: Forschungszentrum für Batterien eröffnet

Ulm
Forschungszentrum für Batterien eröffnet
Leistungsfähige Batterien für die Nutzung erneuerbarer Energien und für Automotoren sollen künftig auf Techniken aus Ulm fußen.
© Foto: RWE

Die Forschung im Bereich der Elektromobilität wird weiter vorangetrieben. In Ulm ist dafür jetzt das Helmholtz-Institut für Elektrochemische Energiespeicherung gegründet worden.

Um die Batterietechnologie für die Elektromobilität voranzutreiben, wurde jetzt das Helmholtz-Institut für Elektrochemische Energiespeicherung (HIU) in Ulm gegründet. Es soll die Brücke zwischen Grundlagenforschung und angewandter Forschung schlagen und wird dafür vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) jährlich mit rund 4,5 Millionen Euro unterstützt.

Derzeit werden für eine Reichweite von 60 Kilometern 180 Kilogramm gängige Lithium-Kobalt-Batterien gebraucht. Kobalt ist eines der in den Batterien enthaltenen Metalle und ein nur begrenzt zur Verfügung stehender Rohstoff. Für eine flächendeckende und in der Bevölkerung akzeptierte Elektromobilität müssen vor allem die Reichweite der Akkus, aber auch die Lebensdauer der Energielieferanten deutlich gesteigert werden. Zu diesem Zweck soll das Institut neue Batteriematerialien und die Elektrochemie erforschen und entwickeln. So könnten zum Beispiel Metall-Luft-Systeme aufgrund ihrer höheren Energiedichten wesentlich größere Reichweiten ermöglichen.

Neben alternativen Materialien soll auch erforscht werden, wie in Deutschland eine Massenproduktion aufgebaut werden kann, die konkurrenzfähig ist und so flexibel, dass verändernde Batteriekonzepte schnell integriert werden können. Auch soll ein optimales Zusammenspiel von Batterie, Fahrgestell, Antriebskomponenten, Betriebsstrategien und Energiemanagement erarbeitet werden. Gleichzeitig gilt es, ein Recyclingsystem zu entwickeln, um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen und wertvolle Rohstoffe wie Lithium sowie Kobalt, Mangan und Nickel zurückzugewinnen.

Das HUI ist eines von mehreren Projekten, die die Bundesregierung zur Förderung der Elektromobilität in Deutschland fördert. Seit 2008 hat das BMBF insgesamt über 250 Millionen Euro in die Forschung für diesen Bereich investiert, rund 140 Millionen Euro davon für den Aufbau von Kompetenzen in Elektrochemie, Batterietechnik und Batterieproduktion. In den kommenden Jahren sollen etwa 100 Millionen Euro jährlich investiert werden. (mid/kosi)

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