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Volt/Ampera: GM sieht kein Kannibalisierungsrisiko

Volt/Ampera
GM sieht kein Kannibalisierungsrisiko
Das Opel-Management um Nick Reilly ist vom Erfolg des Ampera überzeugt.
© Foto: Opel

Mit dem Opel Ampera und dem Chevrolet Volt bringt der Konzern zum Jahresende zwei baugleiche Elektroautos auf den deutschen Markt. Lohnt sich das? "Aber sicher", meint Opel-Vertriebschef Alain Visser.

Mit einem Luxusproblem sieht sich die Opel-Mutter General Motors (GM) kurz vor der Auslieferung ihrer beiden Elektroautos mit Range Extender in Deutschland konfrontiert. Technisch gesehen gleichen sich die Konzernzwillinge Opel Ampera und Chevrolet Volt wie ein Ei dem anderen. Auch ihr Markteintrittsdatum ist nahezu identisch: Der Rüsselsheimer Stromer soll Ende des Jahres das Licht der deutschen Autowelt erblicken. Zeitgleich folgt der in den USA bereits seit Sommer 2010 bestellbare Volt.

Abgesehen von der äußeren Hülle, die das jeweilige Markengesicht widerspiegelt, gleichen sich die zwei Autos aufs Haar. Als Antrieb werfen die Markengeschwister elektrisch erzeugte 111 kW / 150 PS Leistung in die Waagschale. Bei Bedarf greift ihnen ein 1,4-Liter-Benzinmotor bei der Stromerzeugung unter die Arme. Preislich dagegen liegen beide Autos zwar dicht beieinander, aber nicht auf einer Linie: 42.900 Euro kostet der Opel Ampera. Sein Chevrolet-Pendant, dessen Preis eben erst auf dem Genfer Salon "enthüllt" worden ist, wird hierzulande für 41.950 Euro zu haben sein.

Somit haben deutsche Käufer künftig die Qual der Wahl: Ihr Geld eher für ein in den USA bereits mehrfach preisgekröntes Fahrzeug ausgeben? Oder doch lieber in ein Fahrzeug investieren, dem zumindest beim flüchtigen Hinsehen das Etikett "Made in Germany" anhaftet und das damit auch einen besseren Wiederverkaufswert haben dürfte. Letztlich wird die Entscheidung vor allem eine Frage der persönlichen Präferenzen sein.

Mutiger Plan

Rein betriebswirtschaftlich betrachtet erscheint der GM-Plan mutig, um nicht zu sagen: verwegen. Wie um alles in der Autowelt, fragen sich nicht nur Marketing-Fachleute, will der US-Hersteller den Doppelmarktstart hinkriegen, ohne sich selbst Konkurrenz zu machen? Zumal die Basisausstattung des nominell knapp 1.000 Euro billigeren "Chevy" angeblich sogar einen Tick hochwertiger ausfallen soll als die des "Blitz"-Modells. "Kein Problem", meint Opel-Vertriebschef Alain Visser. "Wir sehen kein Risiko einer Kannibalisierung".

Auch Chevrolet-Europa-Chef Wayne D. Brannon will davon nichts wissen: "Wir haben komplett andere Kunden als Opel", beteuert er. Folglich sei der Ampera auch nicht als Konkurrent aus dem eigenen Lager zu sehen, sondern als "große Chance, gemeinsam von der Forschungs- und Entwicklungskompetenz eines Weltkonzerns wie GM zu profitieren". So soll der Volt auch in Deutschland neue Käuferschichten außerhalb der klassischen Opel-Klientel erschließen.


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