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Elektroauto: "Grüner" Strom soll Opel Ampera attraktiver machen

Elektroauto
"Grüner" Strom soll Opel Ampera attraktiver machen
Opel Ampera
Ohne Strom aus regenerativen Quellen ist ein Elektroauto keine saubere Sache – das weiß auch Opel.
© Foto: Opel

Kurz vor dem Marktstart des Elektroautos haben die Rüsselsheimer als erster Autohersteller Kooperationen mit 28 Ökostrom-Anbietern im gesamten Bundesgebiet geschlossen.

Kurz vor dem Marktstart des Ampera hat Opel als nach eigenen Angaben erster Autohersteller Kooperationen mit 28 Ökostrom-Anbietern im gesamten Bundesgebiet geschlossen. Die Idee hinter der Aktion: Kunden können den zu der rund vier Stunden dauernden Aufladung der Ionen-Akkus an der heimischen Steckdose benötigten Strom mindestens fünf Prozent unter dem günstigsten Normaltarif des jeweiligen Naturstromanbieters beziehen.

Durch den Bezug von "grünem" Strom zum Vorzugspreis soll der Anreiz erhöht werden, den elektrischen Betrieb des Ampera von der Quelle bis zum "Tank" weitestgehend CO2-frei zu gestalten. "Elektromobilität macht aus unserer Sicht nur Sinn, wenn sie mit erneuerbarer Energie funktioniert", betonte ein Opel-Sprecher am Dienstag. Der Kauf des ab 42.900 Euro erhältlichen Elektroautos mit Reichweitenverlängerer solle dadurch noch attraktiver werden. In Rüsselsheim liegen inzwischen 5.000 Vorbestellungen aus ganz Europa vor.

Was nach einem Werbeversprechen klingt, ist auch wirtschaftlich sinnvoll. Legt man einen Preis von etwas über 21 Cent pro kWh für den vergünstigten Ökostrom zugrunde, und geht davon aus, dass eine Ladung der 16 kWh fassenden Ampera-Akkus, von denen aus Haltbarkeitsgründen nur die Hälfte genutzt wird, in der Praxis für maximal 60 Kilometer gut ist, kommt man auf einen Energiebedarf von rund acht kWh für diese Distanz. Auf 100 Kilometer hochgerechnet bedeutet dies einen Strombedarf von rund 13 kWh, was Energiekosten zwischen zwei und drei Euro entspräche. Zum Vergleich: Die Spritkosten für einen Kompaktklässler mit Benzinmotor und einem Normverbrauch von sieben Litern betragen beim momentanen Durchschnittspreis über zehn Euro.

Das so genannte "Opel Ampera-Vorteilspaket" wird exklusiv den Käufern des Stromers angeboten. Ebenfalls Teil des Angebots ist eine kostenlose Vor-Ort-Überprüfung der für die Aufladung vorgesehenen 230 V-Steckdose. Somit soll sichergestellt werden, dass beim ersten Einstöpseln des Ladekabels in der Garage alles glatt geht. Auf Wunsch kann der Kunde auch ein kostenloses Beratungsgespräch vereinbaren, um sich weitere Energiesparmöglichkeiten im Haushalt aufzeigen zu lassen und seine komplette Energieversorgung auf Ökostrom umzustellen. Für Gewerbekunden wird ebenfalls ein unentgeltlicher Infrastruktur-Check angeboten.

Weitere Kooperationspartner erwünscht

"Wir freuen uns, dass unsere Idee bei den Ökostromanbietern auf reges Interesse gestoßen ist", sagte Vertriebsvorstand Alain Visser. "Mit dieser Kooperation beschleunigen wir den Einsatz und die Verbreitung von Strom aus erneuerbaren Energien. Auf diese Weise tragen wir weiter zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes und somit zum Klimaschutz bei". Opel geht davon aus, dass bis zur Markteinführung des Ampera im Herbst weitere Energieversorger dem Beispiel folgen werden. (mid/mah)


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