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EU-Vorschlag: Jährlich zur Hauptuntersuchung

© Foto: Dr. Martin Endlein / Springer Fachmedien München GmbH

Der Entwurf des Gesetzes sieht für die meisten Neuwagen die erste Hauptuntersuchung nach vier Jahren vor, dann nach zwei Jahren und danach jährlich. Ab einem Kilometerstand von 160.000 soll die Prüfung ebenfalls jedes Jahr fällig werden.


Datum:
12.07.2012
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Die EU-Kommission will ältere Autos jährlich zur Hauptuntersuchung schicken. In Deutschland ist dies bisher nur alle zwei Jahre Pflicht. Außerdem will Verkehrskommissar Siim Kallas Regeln für privat geführte Werkstätten festlegen, die solche Sicherheitstests machen. Das geht aus einem Gesetzentwurf vor, der der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Am Freitag will Kallas die Pläne offiziell vorstellen. Verschiedene Medien hatten Mitte Juni bereits über das Vorhaben berichtet.

Die häufigeren Hauptuntersuchungen könnten beim Besitzer zu Buche schlagen, fürchtet der SPD-Europaabgeordnete Ismail Ertug. "Wer fährt denn alte Autos? Leute, die nicht viel Geld haben", sagt er. Das müsste der Gesetzgeber zumindest berücksichtigen.

Der Entwurf des Gesetzes sieht für die meisten Neuwagen die erste Hauptuntersuchung nach vier Jahren vor, dann nach zwei Jahren und danach jährlich. Ab einem Kilometerstand von 160.000 soll die Prüfung ebenfalls jedes Jahr fällig werden.

Der ADAC hingegen wehrte sich gegen die Pläne: "Jetzt will die EU-Kommission noch eins draufsetzen und die deutschen Autofahrer noch mehr zur Kasse bitten", teilt der Verband mit. Kürzere Prüfintervalle führten nicht zu mehr Verkehrssicherheit. Technische Mängel seien nur für 0,5 Prozent der schweren Unfälle verantwortlich.

Die EU-Kommission sieht das anders. Sie schätzt in dem Gesetzesentwurf, dass mehr als 2000 Verkehrstote jährlich auf Europas Straßen technischen Mängeln zum Opfer fallen. Gemessen an Zahlen aus dem Jahr 2009 entspräche dies einem Anteil von mehr als fünf Prozent.

Der TÜV Süd begrüßte das Vorhaben. Es sei "richtig und nachvollziehbar", die Prüffristen in den EU-Ländern zu vereinheitlichen. Ältere Fahrzeuge seien auch anfälliger für Probleme. (dpa)

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