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Restwertbörsen-Coup: Dallas regiert jetzt bei der WOM AG

Die amerikanische Restwertbörse Copart übernimmt die WOM AG, einen der deutschen Platzhirschen bei Vermarktung von Unfallfahrzeugen: Dirk Detmer, Vorstandsvorsitzender der WOM AG
© Foto: Presse+PR Pfauntsch

Bewegung im deutschen Restwertbörsenmarkt: Das Unternehmen Copart hat die WOM AG gekauft. Damit schafft sich der amerikanische Unfallfahrzeugvermarkter ein festes Standbein auf dem europäischen Markt.


Datum:
19.11.2012
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Bei Dallas denkt man als Deutscher automatisch an die berühmt berüchtigte Fernsehserie aus den 80ern, die sich um das Ölimperium von J.R. Ewing drehte. Künftig kann die deutsche Schadenwelt mit dem Ort in Texas noch etwas anderes verbinden: Die amerikanische Online-Restwertbörse Copart übernimmt ihren deutschen Branchenkollegen Wreck Online Market AG (WOM), der in Ettlingen ansässig ist. Somit erweitert Copart mit der WOM AG, die hauptsächlich im Dienste der Versicherungsmärkte in Deutschland agiert, ihr europäisches Portfolio.

Das an der Nasdaq notierte Unternehmen aus den USA, das zu den größten Restwertbörsen des Landes gehört, vermarktet mit seinen 3.000 Mitarbeitern jährlich rund eine Million Fahrzeuge.

Copart schafft sich ein Standbein auf dem europäischen Markt

Die Freude über den Einstieg auf dem wichtigsten Markt in Europa ist bei den Amerikanern verständlicherweise groß: "Copart freut sich auf den deutschen Markt, der weltweit der viertgrößte Automobilmarkt und damit ein Schlüssel-Element unserer europäischen Expansion ist. Nach unseren letzten Markteintritten in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Brasilien, ist die Übernahme von WOM ein weiterer entscheidender Schritt in unserer globalen Strategie," erklärte Copart-Geschäftsführer, Jay Adair.

Copart-Chef Jay Adair will WOM-Plattform verbessern

Weiter sagte er wörtlich: "Wir sind sehr erfreut, die WOM AG in der Copart Familie willkommen zu heißen und wir freuen uns darauf, damit unsere Expertise in der Fahrzeug-Restwertvermarktung nach Deutschland und Europa zu bringen und somit unser einzigartiges Wertangebot auszubauen sowie es den Versicherungsgesellschaften weltweit anbieten zu können." Copart freue sich auf die Weiterentwicklung und Verbesserung der WOM-Plattform und darauf, ein erweitertes Angebot für Fahrzeug-Verkäufer, von denen viele bereits Copart-Kunden irgendwo anders auf der Welt sind, zur Verfügung stellen zu können. WOM wird damit also Teil des europäischen Geschäftsfeldes mit Hauptsitz in UK werden.

Das Statement von WOM-Vorstand Dirk Detmer gegenüber AUTOHAUS

Dirk Detmer, Vorstandsvorsitzender der WOM AG, freut sich ebenfalls auf die Zusammenarbeit mit den Amerikanern. Gegenüber AUTOHAUS-Schaden§manager sagte er heute auf direkte Nachfrage unserer Redaktion: "Copart möchte die WOM Plattform weiterentwickeln und in die weltweiten Vermarktungsprozesse des Unternehmens integrieren. Durch das Zusammenlegen des europäischen Copart Händlernetzes wird die Gebotsperformance der WOM weiter verbessert. Die Finanzkraft und die Erfahrungen von Copart in anderen Ländern bilden die Basis für neue Wege in der Restwertvermarktung."

"Alles bleibt wie bisher – nur eben jetzt gemeinsam mit Copart"

Die Grundkonstanten des Unternehmens bleiben dem Vernehmen nach weiterhin bestehen. Detmer sagte dazu: "Die WOM behält Ihren Firmensitz in Ettlingen bei. Die den Kunden bekannten Ansprechpartner ändern sich nicht und auch die enge Kooperation mit der Firma SoftProject wird wie bisher fortgesetzt. Wir sehen eine hervorragende Chance, die Leistungen der WOM und die Möglichkeiten von Copart miteinander zu verbinden."

Wer ist Copart?

Das 1982 gegründete Unternehmen bietet laut eigenen Angaben Verkäufern die vollständige Palette an Wiederverkaufs-Services, um Unfallwagen unter anderem an Händler, Demontagebetriebe oder Exporteure und teilweise an Endverbraucher zu verkaufen. Copart verkauft die Fahrzeuge über das Internet unter Verwendung seiner patentierten "VB2-Technologie".

Der Wiederverkauf der Fahrzeuge erfolge hauptsächlich im Auftrag von Versicherungen, Banken, Finanzgesellschaften, Flottenbetreibern, Händlern sowie Autohäusern. Das Unternehmen betreibt derzeit 162 Standorte in den Vereinigten Staaten, Kanada, UK, Brasilien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. (wkp/sh/ses)

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