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Kommentare () Kommentare (0) 18.06.2009

Handelsbetrieb

Dauer im Wechsel - Die Lueg-Story

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Dauer im Wechsel - Die Lueg-Story
Lueg auf der IAA im Jahr 1951
© Foto: Lueg

100 Jahre Handel am Beispiel der Fahrzeug-Werke Lueg: Lesen Sie hier, wie die Fahrzeugwerke Lueg sich vom Kutschenbauer zum größten Mercedes-Benz-Vertreter Europas entwickelten.

Die Fahrzeuge-Werke Lueg AG ist seit fast einem Jahrhundert eng mit dem Stern verbunden und gilt heute als größter Mercedes-Benz-Vertreter Europas. Ebenso eng sind die Verbindungen zum ZDK: Von der Gründung bis in die Gegenwart engagierten sich Lueg-Führungskräfte immer wieder auf verschiedensten Ebenen des Verbandes. Anfang des 20. Jahrhunderts, mitten im Ruhrgebiet: Schon seit Jahrzehnten hatte sich die Firma Lueg mit dem Bau von Fahrzeugen beschäftigt. Genauer gesagt: mit Kutschen, die von Bochum bis nach Südamerika exportiert wurden und vom Firmengründer Friedrich Lueg für viel zuverlässiger gehalten wurden als die neumodischen Personenwagen mit Verbrennungsmotor. Aber sein Sohn Friedrich Oskar Lueg erkannte die Zeichen der Zeit und setzte auf Automobile – zunächst von Oldsmobile, Adler oder Mercedes, die im Bochumer Werk mit eigenen Karosserien versehen wurden. Schon bei der ersten Automobilausstellung 1908 in Berlin war Lueg als Aussteller vertreten. Als am 17. November 1909 der "Deutsche Automobilhändler-Verband" im Westminster-Hotel in Köln gegründet wurde, war Friedrich Oskar Lueg als Aktiver der ersten Stunde maßgeblich beteiligt. Der Bochumer wurde in den ersten Vorstand des neuen Verbandes gewählt. Vom Hersteller zum Händler Lueg entwickelte sich fortan immer stärker vom Hersteller zum Händler. 1914 dann der historische Wendepunkt: In diesem Jahr kam es zum Vertragsabschluss mit der Firma Benz. Lueg kehrte dem Kutschengeschäft endgültig den Rücken und wandte sich dem Automobilhandel zu. Weitere Marken folgten: 1923 AGA, 1926 Wanderer, 1929 Dixi – und 1930 BMW. Die Ausstellung im Bochumer Lueg-Hochhaus war bei ihrer Eröffnung 1925 mit über 30 Fahrzeugen die größte Deutschlands, und im Parkhotel Essen präsentierte Lueg Fahrzeuge von Mercedes-Benz und Wanderer in edelstem Ambiente. Benz bittet Lueg um Hilfe Die Zeiten waren dennoch schwer. Bis Mitte der zwanziger Jahre lähmte die Inflation die Wirtschaft. Selbst die schwäbischen Automobil-Pioniere um Carl Benz steckten in einer schweren Absatzkrise – und wandten sich an einen ihrer wichtigsten Händler: "Ohne Ihnen durch all zu viele Briefe lästig fallen zu wollen, können wir trotzdem nicht umhin, Sie erneut freundlich zu bitten, alles dafür einzusetzen, uns Aufträge zu verschaffen", schrieb die Benz-Direktion im August 1925 an Friedrich Oskar Lueg.

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